Weniger Südlohner bis zum Jahr 2040

Bevölkerungsstatistik

Wir werden immer älter. Diese Entwicklung zeigt die aktuellste Bevölkerungsstatistik des Landesbetriebs Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW; vormals Statistisches Landesamt). Nach der Vorausberechnung des Amts für Statistik für den Zeitraum 2014 bis 2040 werden wir laut Prognose aber nicht nur immer älter, sondern vor allem immer weniger. Die aktuellsten Zahlen wurden im Sozialausschuss der Gemeinde vorgestellt.

SÜDLOHN

, 13.10.2015, 18:39 Uhr / Lesedauer: 2 min
Weniger Südlohner bis zum Jahr 2040

Die Verwaltung der Gemeinde Südlohn

8944 Menschen leben zur Zeit in Südlohn, davon sind nur 1820 Personen unter 19 Jahre, 1599 Einwohner sind 65 Jahre alt und älter. Der größte Teil, nämlich 5525 Menschen, befindet sich genau dazwischen, in der Altersgruppe von 19 bis 65 Jahre.

Bis zum Jahre 2040 soll die Bevölkerungszahl kontinuierlich schrumpfen, sodass in 26 Jahren beinahe 1000 Menschen weniger in Südlohn leben sollen, ein Minus von über 11 Prozent. Bei der Gruppe der über 65-Jährigen geht die Zahl aber deutlich nach oben: 2040 sollen bereits 2511 Personen der höheren Altersstruktur in Südlohn leben, das ist ein Zuwachs von 57 Prozent.

Region im Blick

Im Vergleich zu anderen Städten im Kreis ist das ein guter Durchschnitt: In Stadtlohn etwa soll die Bevölkerungszahl um 5,4 Prozent, von 20005 Einwohner auf 18 920 bis zum Jahre 2040 sinken, während die ältere Bevölkerungsschicht zum Vergleich um 80 Prozent, von 3424 Einwohner auf 6175 wachsen dürfte. Die Mitglieder des Sozialausschusses, der die Bevölkerungsentwicklung als Tagesordnungspunkt hatte, sahen diese Prognose aber als "eindimensional" an.

Der Vergleich der Bevölkerungsentwicklung sei auf Ahaus, Vreden, Stadtlohn sowie Legden und Heek reduziert worden. "Aus Sicht der Verwaltung" müsse aber "die gesamte Region Kreis Borken und die darüber hinaus bestehende Entwicklung in den Blick genommen werden", heißt es in den Sitzungsunterlagen.

Kein Misserfolg

Laut dem Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) dürfe Wachstum oder Schrumpfung nicht als Erfolg oder Misserfolg der einzelnen Kommunen oder Regionen betrachtet werden, gab die Verwaltung zu bedenken. Vielmehr sei eine "Umverteilung von Kapazitäten und Ressourcen im Raum" Grund für Entwicklungen.

Um einer Abwärtsspirale durch Bevölkerungsabnahme, Arbeitsplatzrückgang und negativer Entwicklung der Gewerbesteuereinnahmen - weniger Arbeitsplätze bedeuten sinkende Kaufkraft und zurückgehende Steuereinnahmen - entgegenzuwirken, müssten "tragfähige Ideen und Konzepte lokal und regional entwickelt werden", heißt es in der Sitzungsvorlage.

Unterstützung von außen

Dafür brauche es Unterstützung von außen in Form von Städtebauförderung, um beispielsweise regionale Daseinsvorsorge oder die Umwandlung von Nichtwohngebäuden in Wohnimmobilien, angepasst an den demografischen Wandel, umzusetzen.

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