Wissen was gesund ist - Grundschüler machen Ernährungsführerschein

Vitus-Grundschule

Es wird geschnippelt und geschält, gerührt und gehakt, gedeckt und dekoriert: Die Drittklässler der St.- Vitus-Schule sind gerade in den letzten Vorbereitungen für ihre praktische Führerscheinprüfung. Dabei geht es aber nicht um das Bewegen eines Fahrzeugs, sondern um den bewussten Umgang mit dem täglichen Essen.

SÜDLOHN

von Von Gerrit Gerwing

, 20.02.2015, 17:43 Uhr / Lesedauer: 1 min
Wissen was gesund ist - Grundschüler machen Ernährungsführerschein

Der sichere Umgang mit scharfen Messern will gelernt sein. Foto: Markus Gehring

"Wir wollen die Kinder frühzeitig an das Thema Essen und die richtige Zubereitung heranführen", erklärt Mechtild Oenning-Hollad, die bereits seit Jahren den Drittklässlern nach bestandener Prüfung den Ernährungsführerschein an der St. Vitus-Schule ausstellt.

FOTOSTRECKE
Bildergalerie

Ehrnährungsführerschein für Grundschüler

Die Drittklässler der Vitus-Grundschule machen den Ernährungsführerschein.
20.02.2015
/
© Foto: Markus Gehring
© Foto: Markus Gehring
© Foto: Markus Gehring
© Foto: Markus Gehring
© Foto: Markus Gehring
© Foto: Markus Gehring
© Foto: Markus Gehring
© Foto: Markus Gehring
© Foto: Markus Gehring
© Foto: Markus Gehring
© Foto: Markus Gehring
© Foto: Markus Gehring
© Foto: Markus Gehring
© Foto: Markus Gehring
© Foto: Markus Gehring
© Foto: Markus Gehring
© Foto: Markus Gehring
Schlagworte Südlohn

Dabei sollen die Kinder nicht nur lernen, welche Lebensmittel gesund oder ungesund sind, wichtiger ist es einen ersten Zugang zum Thema Lebensmittel für die Drittklässler zu schaffen. "Das fängt mit dem Händewaschen an, über die Zubereitung bis hin zum richtigen Decken des Tisches", sagt Oenning-Hollad. In sechs Stufen lernen die Kinder unter anderem die Lebensmittelpyramide kennen, in der verschiedene Lebensmittel durch die Ampelfarben gekennzeichnet sind.

Nicht mit Verboten arbeiten

"Wir wollen dabei aber nicht mit Verboten arbeiten, sondern eher vermitteln, dass es Lebensmittel gibt, die man ganz ohne Bedenken essen darf und auch welche, die man eher in mäßigen Rahmen genießen sollte", erklärt Oenning-Hollad. Neben der Lebensmittelkunde steht aber auch ein praktischer Teil auf dem Plan.

Seien es nun die richtigen Schnitttechniken und Griffe bei Obst und Gemüse oder das ordentliche Eindecken des Tisches, nach Erhalt des Ernährungsführerscheins können die Schüler ihren Eltern in der Küche tatkräftig zur Seite stehen. "Viele Eltern berichten auch begeistert von der Mithilfe ihrer Kinder", freut sich Oenning-Hollad direkt über das meist positive Feedback.

Gast bei der Prüfung

Als große Abschlussprüfung bringen die Schüler je einen Gast mit und bewirten diesen. Die gelernten Gerichte werden auf ordentlich eingedeckten Plätzen serviert und die Schüler zeigen, was sie über Lebensmittel und deren Zubereitung erfahren haben. Nur Müll entsorgen oder Tische abwischen stößt bei den Schülern meist nicht auf die größte Begeisterung. Aufgaben, die auch später eher ungern getan werden müssen.

Lesen Sie jetzt