Wo die Bagger bald rollen

Überblick über Baumaßnahmen

Mittel in Millionenhöhe fließen im nächsten Jahr in Bau- und Sanierungsmaßnahmen. Einen Überblick dazu gab es jetzt im Bauausschuss.

SÜDLOHN

, 04.10.2017, 18:17 Uhr / Lesedauer: 3 min
Eine der anstehenden Baumaßnahmen:; Das Pflaster am Rathaus ist durch die Baumwurzeln beschädigt worden und muss ausgebessert werden.

Eine der anstehenden Baumaßnahmen:; Das Pflaster am Rathaus ist durch die Baumwurzeln beschädigt worden und muss ausgebessert werden.

Diese Übersicht hatte es in sich: Millionenschwer kam die Liste der Sanierungs- und Baumaßnahmen daher, die die Gemeinde Südlohn im nächsten Jahr vor der Brust hat. Das Spektrum ist groß: Es reicht vom mehrere Millionen Euro erfordernden Neubau der St.-Vitus-Schule bis zum 1500 Euro-Schlegelmesser für ein Fahrzeug des Bauhofes. Die Mitglieder des Bauausschusses nahmen sich Zeit für das Durcharbeiten des kompletten Katalogs an Maßnahmen. Die allermeisten Punkte zogen keine lange Debatte nach sich. Doch wo sich eine Diskussion entwickelte, ging es nicht unbedingt immer um sehr viel Geld – sondern manchmal auch um grundsätzliche Fragen. Das zeigte sich, als es ums Ausbessern von Gehwegen ging. Denn oft sind Bäume für die Schäden verantwortlich. Wie mit ihnen im Einzelfall umzugehen ist, hatte grundsätzliche Fragen aufgeworfen (Münsterland Zeitung berichtete). Klar wurde auch: Die Zustimmung zum Konzept als solchem stellt nicht in jedem Fall schon das letzte Wort dar. Das gilt in besonderem Maß für das Thema Wirtschaftswege. Denn auch wenn die grobe Richtung vorgegeben scheint – die Ergebnisse aus dem Wirtschaftswegekonzept sollen durchaus noch einfließen können. Dazu hat es gestern noch eine Veranstaltung in der Roncallischule gegeben. Unterm Strich herrschte an vielen Stellen Übereinstimmung vor: Der Bau-Fahrplan fand große Zustimmung.

Wirtschaftswege bekommen Prioritäten

Viel zu tun gibt es auch im nächsten Jahr, um das Netz der Wirtschaftswege instand zu halten. Die Gemeinde hat mehrere Maßnahmen vorgeschlagen. Priorität eins bekommen sollen der Weg Schulenborg, Brink mit 81 800 Euro, Eschlohn (22 300 Euro), Alte Baumwollstraße sowie Ebbinghook (7000 beziehungsweise 24 500 Euro). In die Priorität zwei fällt der Leegen Weg (222 800 Euro) und in die dritte Stufe der Deepen Weg (180 000 Euro). Was von dieser Liste wann abgearbeitet wird, wurde im Ausschuss diskutiert. So sollen die Maßnahmen erster Priorität im nächsten und die der zweiten im übernächsten Jahr anstehen.

Neues Gesicht für alte Straßen

Für das nächste Jahr auf der Tagesordnung steht der Ausbau der Blumen- und Gartenstraße. Sollte es damit klappen, fallen voraussichtlich Kosten von 490 000 Euro an. Geschoben werden soll, so der Ausschuss, die Erneuerung des Mühlenwegs. Etwas tun wird sich aber in der Windmühlenstraße, die eine wassergebundene Decke bekommt. „Auf dem Zettel“ für 2018 steht auch die Erschließung der nächsten Abschnitte im Baugebiet Scharperloh. Noch Zukunftsmusik ist dagegen eine grundlegende Erneuerung des Lerchenwegs: Dort hatte es aber in diesem Jahr eine Reparatur der Decke gegeben.

Gehwege an vielen Stellen schadhaft

Nicht nur die Bäume am Rathaus sorgen für einen traurigen Zustand des dortigen Gehwegs. Das gleiche Schicksal trifft auch andere Stellen in der Gemeinde. Die Verwaltung nennt im Einzelnen die Eichendorffstraße, die Kirchstraße, den Marktplatz, den Nordwall, die Lindenstraße und die Fürst-zu-Salm-Horstmar-Straße. In den Einzelfragen hat die Verwaltung durch die Politik jetzt einen größeren Handlungsspielraum erhalten (Münsterland Zeitung berichtete). Im nächsten Jahr will sich die Gemeinde zudem um den Gehweg im Beckedahl kümmern.

Millionen fließen für die St.-Vitus-Schule

Die Liste ist bei diesem Unterpunkt kurz, aber sie hat es finanziell gesehen in sich. Denn dort findet sich der dickste Brocken: Die Verwaltung hat den Neubau eines Traktes für die St.-Vitus-Grundschule mit 4,35 Millionen Euro kalkuliert. Hinzu kommen sollen im nächsten Jahr die Erweiterung des St.-Ida-Kindergartens und des St.-Martin-Kindergartens, beide mit jeweils 380 000 Euro veranschlagt. In die Rubrik Hochbau fällt auch der Aufzug im Feuerwehrgerätehaus Oeding, der einen barrierefreien Zugang zum viel genutzten Obergeschoss möglich machen soll. Schließlich sind auch zwei Buswartehäuschen im Bereich Look und Feld geplant.

Brücken, Bauhof und Kanäle

Brücken:  Weniger folgenreich als bei den schlagzeilenträchtigen Autobahnbrücken im nahen Rheinland dürfte die Sanierung von Brücken im Südlohner Gemeindegebiet ausfallen – schließlich sind die Bauwerke auch nicht derartigen Belastungen ausgesetzt. Dennoch nagt auch an ihnen der Zahn der Zeit und ein gewisses Maß an Verschleiß. Maßnahmen zur Sanierung sind vorgesehen für die Zufahrt Schücker, die Hyingsbrücke, den Burgring, die Mühlenstraße und die Brücke Sportplatz Oeding. Bauhof: Muss es ein neuer Kipper sein, um den Winterdienst durchführen zu können? Oder wäre eine Reparatur sinnvoller? Das soll ein Experte überprüfen. Daneben stehen einige Ersatzbeschaffungen an. Die höchste Investition dürfte für ein neues selbstfahrendes Schlegelmähgerät anfallen (72 000 Euro). Kanalisation: Auf Arbeiten einstellen können sich die Anwohner der Blumen- und Gartenstraße (430 000 Euro). Geplant sind Erneuerungen auch punktuell im Bereich Mühlenstraße, die Sanierung im Beckedahl sowie die Entsandung des Regenrückhaltebeckens und an der Zentralkläranlage.

 

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