Anzeige
Tipps vom Experten

7 Tipps für den E-Bike-Kauf

Das E-Bike wird immer beliebter. Die elektrisch unterstützten Fahrräder erlauben komfortables Radeln. Da die Anschaffung aber häufig nicht billig ist, sollten diese Tipps beherzigt werden.
Das E-Bike wird immer beliebter, sogar kraftvolle Mountainbike-Varianten sind erhältlich. © Andrey Popov/Adobe Stock

Am E-Bike gibt es schon länger kein Vorbeikommen mehr. Die Fahrräder, deren Antrieb von einem Elektromotor unterstützt wird, werden für Berufspendler immer häufiger zur klimaneutralen Alternative zum Auto, Freizeitradler schätzen das komfortable Fahrgefühl an der frischen Luft – mit immerhin 25 Kilometern pro Stunde.

Doch ein gutes E-Bike ist im Regelfall eine kostspielige Angelegenheit. Gut und gern wird ein vierstelliger Betrag für die angesagten Drahtesel fällig. Vor dem Kauf ist es deshalb wichtig, sich umfassend zu informieren. Thomas Linn vom Zweiradcenter Markgraf & Linn aus Schwerte kennt die besten Tipps.

Tipp 1: Welches E-Bike passt zu mir?

E-Bike ist nicht gleich E-Bike. So gibt es verschiedene Modelle für unterschiedliche Einsatzgebiete. Doch welches E-Bike passt für mich? Zu den beliebtesten Modellen gehört das E-City-Bike, welches – der Name deutet es bereits an – am besten in der Stadt genutzt wird.

Das City-E-Bike

„Ein City-E-Bike ist ein ideales E-Bike für den stadtnahen Bereich, sowie für kleine bis mittlere Ausflüge. Oft sind diese Fahrräder mit, einfach zu bedienenden Nabenschaltungen ausgestattet, die auch eine Schaltung im Stand zulassen. Das ist besonders an einer roten Ampel sehr hilfreich“, erklärt Thomas Linn.

E-Bikes prägen schon länger das Bild größerer und kleinerer Städte. © Petair/Adobe Stock © Petair/Adobe Stock

Ein weiteres Merkmal, so der Experte, sei die Sitzposition, die bei City-E-Bikes recht aufrecht und sehr rückenfreundlich ist. „Besonders beliebt sind diese Fahrräder in der Wave-Ausführung, also mit einem Tiefeinstieg, welcher einen sicheren und einfachen Einstieg gewährleistet und ein großes Sicherheitsgefühl auf dem Rad bringt.“

Das Trekking-E-Bike

Das E-Trekking-Bike ist ein echter Allrounder, deshalb auch besonders gefragt. Es vereint die Vorteile vieler Modelle. Das bestätigt auch Thomas Linn: „Ein E-Trekking-Bike ist ein Rad mit großem Einsatzgebiet. Die Fahrt zu Arbeit, die Feierabendrunde oder die große Tour am Wochenende sind damit möglich.“

Diese Räder sind mit Kettenschaltungen ausgestattet, die den Einsatz kräftigerer Motoren mit bis zu 85-90 NM ermöglichen. Mit diesen Antrieben ist kein Berg zu steil, es ist immer genügend Unterstützungskraft vorhanden.

Mit Akkukapazitäten von bis zu 625Wh bzw. 750Wh, je nach Hersteller, sind große Touren von deutlich über 100km möglich. Für besonders große Distanzen gibt es auch Modelle mit Dual-Akku, welche die Reichweite sogar verdoppeln.

„Die Ausstattung der Räder ist tourentauglich mit Schutzblechen, Gepäckträger und Beleuchtung. Ergonomische und individuelle Anpassungsmöglichkeiten verbessern den Fahrkomfort noch weiter. Hierzu zählen z.B. Sattelfederungen und winkelverstellbare Vorbauten“, so Linn.

E-Mountain-Bikes

Auch Mountain-Bikes gibt in der E-Bike-Variante. Diese sind für Waldwege, Bergpfade und anderes schwieriges Gelände konzipiert. Dazu Linn: „Ein E-MTB ist ein Offroad Sport-und-Spaß-Gerät. Ob Hardtail mit Ferdergabel vorne oder vollgefederte Fullys. Das Sortiment bietet mindestens soviel Auswahl wie bei den Muskel angetriebenen Mountainbikes.“

Mit einem Mountain-E-Bike lässt sich auch unwegsames Gelände bezwingen. © Halfpoint/Adobe Stock © Halfpoint/Adobe Stock

Besonderes Augenmerk fällt bei den E-MTB natürlich auf die Antriebstechnik. Reichlich Kraft sollte der Motor mit sich bringen, um die Berge zu erklimmen. Aber auch eine ordentliche Akkukapazität für möglichst viel Reichweite bzw. Reichhöhe ist nicht zu vernachlässigen. Mit aktueller Technik sind bis zu 1600 Höhenmeter drin.

E-Bike kaufen: Gute Beratung ist goldwert

Es gibt noch weitere Modelle, wie das E-Klapprad, E-Rennrad oder E-Lastenrad, die alle eine Nische bedienen. „Durch die Vielzahl an hochwertigen Modellen, Antrieben, Schaltungen, Fahrwerken und Bremsen ist eine persönliche Beratung von besonderer Bedeutung. Hier bekommt man ein klareres Bild von den Eigenschaften, die das neue Fahrrad mit sich bringen muss“, erörtert der Profi.

Bei der Auswahl des richtigen E-Bikes komme es ganz auf den gewünschten Einsatzbereich an. Mit dem richtigen Rad wird der Fahrspaß und das Gefühl optimal. „Wir empfehlen auch immer eine Probefahrt zu machen, um das spezielle Fahrgefühl zu erleben“, so Linn.

Tipp 2: Die Position des Motors

Wer ein E-Bike kaufen möchte, sollte beachten, dass nicht jedes Modell den Motor an derselben Stelle hat. Diese kann sich, durch die Verlagerung des Schwerpunkts, auf das Fahrverhalten auswirken.

„Bei den E-Bikes gibt es im Prinzip drei Positionen des Motors, Frontantrieb, Hinterradantrieb und den Mittelmotor. Beim Frontantrieb befindet sich der Motor im Vorderrad. Als Vorteil lässt sich sagen, dass diese Variante vergleichsweise kostengünstig ist. Nachteilig hingegen ist die dezentrale Gewichtsverteilung (Motor vorne, Akku hinten)“, sagt Linn.

Dadurch habe das Rad eine hohe Flatterneigung und biete wenig Fahrstabilität und eine schlechte Traktion, also ein leichtes Durchdrehen des vorderen Rades.

Beim E-Bike-Kauf sollte man die Position des Motors in Betracht ziehen. © PR_DE – stock.adobe.com © PR_DE – stock.adobe.com

Beim Hinterrad-Antrieb befindet sich der Motor im Hinterrad. Ein Vorteil von diesem Antrieb ist die gleichmäßige Kraftentfaltung. Nachteile sind, dass ein solcher Motor nicht mit einer Nabenschaltung kombinierbar ist, dass der Ein- und Ausbau des Hinterrades schwieriger ist. Auch ist dieser Antrieb nicht für Offroad-Einsätze gedacht, dadurch dass das Hinterrad recht schwer ist und schnell an die Belastungsgrenze stößt.

Der Mittelmotor sitzt zentral in der Mitte des Rades und bringt einige Vorteile mit sich: Die Gewichtsverteilung ist optimal, was eine hohe Fahrstabilität mit sich bringt. Er kann mit allen Ketten- und Nabenschaltungen kombiniert werden, und auch mit Rücktrittbremsen. Die erhöhte Belastungsgrenze ermöglicht auch den Einsatz in den E-MTB.

„Ebenfalls gibt es eine sehr große Auswahl an Antrieben, die speziell für den City-,Trekking-, sowie MTB-Einsatz gemacht sind. Der Nachteil ist, dass diese Motoren einen speziellen E-Bike-Rahmen benötigen.“ , verrät Thomas Linn.

Tipp 3: Auf das Gewicht achten

Wie hoch ist das E-Bike-Gewicht mit Akku? Wie hoch ohne? Das Gewicht sollte in die Kaufentscheidung einbezogen werden. Besonders dann, wenn man das E-Bike transportieren möchte.

„E-Bikes sind schwerer als ein normales Rad. Das muss auch so sein. Motor, Akku und eine spezielle Rahmenkonstruktion brauchen ihr Gewicht. Im Durchschnitt ist ein E-Bike ca. 8 Kilogramm schwerer als ein vergleichbares Fahrrad. Ein aktuelles E-Trekking-Bike wiegt mit Akku ca. 24 bis 28 Kilogramm.“

Ebenso wichtig wie das Gewicht des Fahrrades alleine, sei das zugelassene Systemgewicht. Das gibt an, wie schwer das Bike mit Gepäck und Fahrer insgesamt sein darf. „Normale E-Bikes heben ein Systemgewicht von 130 bis 150 Kilogramm, je nach Modell. Es gibt aber auch sogenannte XXL-Modelle, welche ein Systemgewicht bis 180 Kilo haben und auch in Übergrößen angeboten werden.“, so Linn.

Tipp 4: Ein Blick auf die Bremsen

Wie schnell fährt ein E-Bike eigentlich? Standardmäßig kommen E-Bikes auf 25 Stundenkilometer. Es gibt aber auch Modelle, die es auf 45 Kilometer pro Stunden bringen, die sogenannten Speed-Pedelecs. Bei diesen Geschwindigkeiten sollte man vor dem Kauf den Blick auf die Bremsen richten.

Dazu Linn: „Bei den heutigen E-Bikes kommen nur noch hydraulische Bremssysteme zum Einsatz. Hier benötigt man weitaus weniger Handkraft und kann das Bremsverhalten hervorragend dosieren. Hydraulische Bremsen sind ein nicht zu unterschätzender Sicherheitsvorteil.“

Das sind zum Einen die hydraulischen Felgenbremsen, die im City-Bike-Bereich häufig eingesetzt werden, zum anderen sind auch die hydraulischen Scheibenbremsen, die im Trekking-Bereich sehr beliebt und im Mountainbike-Bereich gar nicht mehr wegzudenken sind. „Immer öfter werden jetzt auch ABS-Systeme verbaut. Diese schützen auch in kritischen Situationen vor einem blockierenden Vorderrad“, so Linn.

Tipp 5: Schaltung

„Es gibt Ketten- und Nabenschaltungen. Bei den Citybikes findet man meistens die Nabenschaltung. Diese ist sehr robust und verschleißarm und kann auch im Stand bedient werden“, erklärt der Fachmann.

Im Trekking- und Mountainbike-Bereich dominiert die Kettenschaltung. Sie ist sehr leicht im Lauf, kann aber nur unter Last, also während der Fahrt, bedient werden. Bei der Kettenschaltung finden wir ein großes Übersetzungsverhältnis.

Im Pannenfall kann das Hinterrad leicht ein- und ausgebaut werden. Die Kettenschaltung kann zudem mit großen Drehmomenten belastet werden, somit kommen auch Motoren mit 85 bis 90 NM in Frage.

Tipp 6: Welcher E-Bike-Akku ist der richtige?

Der E-Bike-Akku ist das Herzstück der modernen Fahrräder. Auch hier kann man schnell den Durchblick verlieren. Allem voran sollte die Frage stehen, ob man einen abnehmbaren und fest installierten haben möchte. Thomas Linn erklärt: „Es gibt eigentlich keine fest verbauten Akkus mehr. Alles ist wechselbar.“

Anschließend lohnt sich ein Blick auf die Leistung, sagt der Experte. „Bei den heutigen Akkus handelt es sich um Lithium-Ionen-Akkus. Sie sind kompakt, leicht und haben kein Memoryeffekt. Im City-Bereich im man mit 500 Wh gut aufgestellt. Damit lassen sich Reichweiten von 70 bis 120 Kilometer schaffen.“

Der-E-Bike-Akku kann an verschiedenen Stellen verbaut sein. © Freepik/Adobe Stock © Freepik/Adobe Stock

Im Trekking-Bereich dürfe es auch gerne etwas mehr sein, damit man auch nach einer ausgedehnten Tour noch genug Strom hat um zurückzukommen. Mit den großen 625 bzw. 750 Wh-Akkus können Reichweiten über 120 Kilometer und mehr zurückgelegt werden. Äußere Einflüsse wie Topographie, Temperatur, Zuladung oder Wind etwa, spielten aber weiterhin eine große Rolle.

„Im MTB-Bereich ist der größte Akku gerade groß genug. Hier spielen Höhenmeter und die Bodenverhältnisse eine dominante Rolle“, ergänz Linn.

Tipp 7: E-Bike-Versicherung – ja oder nein?

Je nach Modell kostet ein E-Bike schnell mehr als 2000 Euro. Bei dieser Summe stellen sich die Besitzer natürlich häufig die Frage, ob man das Gefährt nicht besser versichern lassen sollten.

Auch hier hat Thomas Linn einen Tipp: „Ein E-Bike hat heutzutage schnell einen wert von 2500 bis 3000 Euro oder mehr, da macht es auf jeden Fall Sinn, über eine Versicherung nachzudenken. Eine solche E-Bike Versicherung ist sehr Umfangreich. Abgesichert sind z.B. der Diebstahl, Unfallschaden, technische Defekte. Die Kosten orientieren sich dabei am Kaufpreis. Am besten sprechen sie den Verkäufer im Beratungsgespräch darauf an.“

Das perfekte E-Bike finden

Wer auf der Suche nach einem neuen, oder dem ersten E-Bike ist, findet bei Markgraf den richtigen Ansprechpartner. „Wir blicken auf viel Erfahrung zurück – Das Geschäft gibt es bereits seit über 50 Jahren“, sagt Thomas Linn.

Unser Bestreben ist es, dass die Kunden sich stets bei uns wohlfühlen und eine breite Auswahl zur Verfügung haben. Auch Kundenparkplätze sind reichlich vorhanden. Probefahrten sind bei uns natürlich möglich. Unser Ziel ist es, dass sie ihr Traumrad finden.

Zweiradcenter Markgraf & Linn: Infos und Kontakt

Zweiradcenter Markgraf & Linn GmbH
Zwischen den Wegen 8
58239 Schwerte
Tel.: (02304) 911 17 17
E-Mail: verkauf@fahrrad-sale.de
www.fahrrad-sale.de