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Vorsorge

Gesundheits-Check-ups immer weniger genutzt

Immer weniger Menschen in Westfalen-Lippe nutzen die Chance der regelmäßigen allgemeinen Gesundheitsuntersuchungen.
Gründliches Durchchecken dient vor allem der Früherkennung von Krankheiten. Doch immer weniger Menschen in Westfalen-Lippe nutzen das kostenfreie Angebot. © AOK/hfr.

Das macht eine aktuelle Auswertung der AOK NORDWEST deutlich. Danach war im vergangenen Jahr nur etwa jeder Sechste (15,9 Prozent) beim Gesundheits-Check-up bei seinem Hausarzt, im Vorjahr waren es 24,0 Prozent. Über die Jahre ist ein kontinuierlicher Rückgang zu verzeichnen.

„Der Gesundheits-Check-up, den die gesetzlichen Krankenkassen ihren Versicherten anbieten, wird zu wenig genutzt. Die Corona-Pandemie hat sicher einen Teil dazu beigetragen und zu einem weiteren Rückgang geführt, da die Menschen unter den Pandemiebedingungen Arztbesuche vermeiden wollten. Allerdings sollte jeder daran denken, dass ein ‚gründliches‘ Durchchecken vor allem der Früherkennung von Krankheiten dient, die schon im Frühstadium gut zu diagnostizieren sind und wirksam behandelt werden können“, sagt Tom Ackermann, Vorstandchef der AOK NORDWEST.

Der Gesundheits-Check-up wird in aller Regel beim Hausarzt durchgeführt. Für Frauen und Männer zwischen 18 und 34 Jahren wird von den gesetzlichen Krankenkassen eine einmalige Gesundheitsuntersuchung übernommen. „Ab 35 Jahren ist der Gesundheits-Check alle drei Jahre vorgesehen“, so Ackermann. Ziel der Untersuchung ist es Risiken für Krankheiten wie Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Nierenerkrankungen frühzeitig erkennen zu können.

Neu seit 1. Oktober 2021 ist das Screening auf Hepatitis B und C: Versicherte ab 35 Jahren haben im Rahmen des Check-ups einmalig den Anspruch, sich auf die Viruserkrankungen Hepatitis B und C testen zu lassen. Ziel ist es, unentdeckte, zunächst symptomlos oder schleichend verlaufende Infektionen zu erkennen und frühzeitig zu behandeln, um teils gravierende Spätfolgen zu verhindern.