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Westfalen-Lippe

Hohe Ausfallzeiten in der Pflegebranche

Die Anzahl der krankheitsbedingten Fehltage bei Beschäftigten in der Pflegebranche liegt in Westfalen-Lippe weiterhin deutlich über dem Durchschnitt.
In der Pflegebranche in Westfalen-Lippe gibt es hohe krankheitsbedingte Ausfallzeiten. Die AOK startet deshalb jetzt die Initiative „Pflege.Kräfte.Stärken“. AOK/hfr. © AOK/hfr.

Nach einer aktuellen Auswertung fehlten die rund 56.500 bei der AOK NORDWEST versicherten Beschäftigten in der Pflegebranche im letzten Jahr im Durchschnitt 26 Tage. Das waren 4,6 Fehltage mehr als im Durchschnitt aller AOK-Mitglieder (21,4 Tage).

Frauen sind besonders betroffen, die einen Anteil von 84,4 Prozent der Beschäftigten in pflegenden Berufen ausmachen. Über alle Altersklassen hinweg weisen sie einen deutlich höheren Krankenstand als Männer auf – im Durchschnitt 3,5 Fehltage. Mit zunehmendem Alter steigt die Anzahl der Fehltage deutlich. Am häufigsten krankgeschrieben waren Beschäftigte in Pflegeberufen aufgrund von Muskel- und Skeletterkrankungen, gefolgt von psychischen Erkrankungen und Atemwegserkrankungen.

Aus diesem Grunde brauchen die Beschäftigten in der Pflege dringender denn je Entlastung und einen Ausgleich zu den wachsenden Anforderungen ihres Berufs. „Dabei geht es nicht nur um Stressmanagement von Pflegenden und deren Führungskräften, sondern auch um konkrete Veränderungen, von der Schichtplanung bis zu gesundheitsförderlichen Pausenregelungen“, so AOK-Chef Tom Ackermann. Dazu startet die AOK jetzt die Initiative „Pflege.Kräfte.Stärken“. „Wir bauen unsere speziellen Angebote zur betrieblichen Gesundheitsförderung in der Pflege weiter aus – insbesondere durch zusätzliche digitale Angebote wie Online-Seminare“, kündigte Ackermann an.