Das Flugangebot am Dortmunder Flughafen wird erweitert. © Hans Blossey
Flughafen Dortmund

Unna ist im Kampf gegen die Landebahnverlängerung in der Warteschleife

Die Bezirksregierung Münster hat sich festgelegt. Die Frage, ob die Landeschwelle am Flughafen Dortmund verlegt wird, wird im Plangenehmigungsverfahren geklärt – zum Ärger der Stadt Unna.

Wenn ein Flieger noch nicht landen kann, dann dreht er eine Warteschleife. So ähnlich ergeht es aktuell auch der Stadt Unna im Kampf gegen eine Verlegung der Landeschwelle des Flughafens Dortmund, nachdem die Bezirksregierung entschieden hat, dass sie mit einem Plangenehmigungsverfahren festlegen will, ob die Landeschwelle in Richtung Unna wandert. Die Alternative wäre das aufwendigere Planfeststellungsverfahren gewesen, bei dem etwa neue Gutachten hätten eingeholt werden müssen.

„Wir bedauern die Entscheidung der Bezirksregierung Münster“, erklärte Unnas Bürgermeister Dirk Wigant im Haupt- und Finanzausschuss, nachdem die SPD-Fraktion eine Anfrage gestellt hatte, wie die Stadt Unna weiter vorgehen wolle. Aktuell könne die Stadt gar nichts tun, sondern müsse die weitere Entwicklung abwarten. Es bleibe aber dabei, dass man nach einer zu erwartenden Genehmigung klagen wolle.

Dabei kann die Stadtverwaltung auf die Unterstützung aller Ratsfraktionen setzen. Die SPD hatte gefordert, ein Meinungsbild abzufragen. Ergebnis: Niemand will die vom Flughafen geplante, faktische Verlängerung der Landebahn mittragen und insbesondere den Menschen in Massen noch mehr Fluglärm zumuten.

Über den Autor
Redaktion Unna
Gebürtiger Mendener, inzwischen in Werne an der Lippe zuhause. Jahrgang 1975. Seit April 2010 im Zeitungsverlag Rubens. Liebt das Lokale und den Kontakt zu den Menschen. Privat Gladbach-Fan, Hühnerhalter und Vater einer Tochter.
Zur Autorenseite
Dirk Becker