"Agieren statt reagieren": Das ist der Plan von VfL-Coach Thomas Reis

Neuer Trainer

Thomas Reis ist neuer Cheftrainer beim Fußball-Zweitligisten VfL Bochum. Er hat bereits Ideen entwickelt, wie er den Klub aus dem Tabellenkeller führen kann.

Bochum

, 09.09.2019, 13:47 Uhr / Lesedauer: 2 min
"Agieren statt reagieren": Das ist der Plan von VfL-Coach Thomas Reis

Thomas Reis ist neuer Cheftrainer des VfL Bochum. © picture alliance/dpa

Der neue Trainer des VfL scheint zu den Frühaufstehern zu gehören. Schon um 9.30 Uhr – in der Fußballbranche eine eher ungewöhnliche Zeit – stellte sich Thomas Reis am Montagmorgen der Öffentlichkeit vor. Wobei es ja eher ein Wiedersehen war. Die allermeisten Gesichter kennt der neue Übungsleiter schon, und die allermeisten Protagonisten kennen ihn. 13 Jahre lang wirkte er als Spieler, Assistent oder Nachwuchscoach an der Castroper Straße, jetzt ist er wieder zurück: zum ersten Mal als Cheftrainer einer Profimannschaft.

Reis sieht sich nicht als Feuerwehrmann

Und Thomas Reis ist auf den Job bei seinem Herzensklub offensichtlich gut vorbereitet. Schon vor dem ersten Arbeitstag hat er die bisherigen Saisonspiele analysiert. „Ich möchte nicht von Problemen, sondern von Potenzialen sprechen“, glaubt Reis, schon Ansätze gefunden zu haben. Der Fußballlehrer will aber auch nicht zu den Schönrednern gehören. Mit nur zwei Punkten nach fünf Spielen steht der VfL auf dem vorletzten Tabellenrang. Das weiß auch Reis: „Wir befinden uns in einer schwierigen Situation.“ Als „Feuerwehrmann“ sei er jedoch nicht geholt worden.

Geht es nach den Verantwortlichen, dann soll der Ex-Profi für eine langfristige Entwicklung und für kurzfristige Erfolge stehen. Einen Plan für diesen „Traumjob“ hat er sich schon zurecht gelegt. „Agieren statt reagieren“ lautet das Motto. Bedeutet: „Offensiv zu denken, ohne die Restverteidigung zu vergessen. Kompaktheit herzustellen, ohne passiv zu sein.“ Vielen VfL-Fans dürfte dieser Grundgedanke bekannt vorkommen. Geprägt hat ihn vor einigen Jahren Gertjan Verbeek, Reis war damals Co-Trainer.

Celozzi mit Chance aufs Comeback

Im Gegensatz zu seinem früheren, oft eigenwilligen Chef beschreibt sich Reis als „offen und kommunikativ.“ Mit einem „klaren Plan“ wolle er vorangehen. Ebenfalls wichtig: „Wir müssen eine Hierarchie erarbeiten.“ 30 Einzelspieler zählt der Profikader des VfL, Geschlossenheit war zuletzt nicht immer zu erkennen. Torhüter Manuel Riemann deutete etwa einen Konflikt zwischen jungen und erfahrenen Spielern an. Reis weiß um die Schwierigkeiten und will sich dagegenstemmen. Die erste Maßnahme: Stefano Celozzi, der ausgemusterte Ex-Kapitän, soll sportlich eine neue Chance erhalten.

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