Atalans Auftrag in Bochum heißt Aufstieg

Mit positiver Ausstrahlung

Bereits bei seiner Vorstellung hatte Ismail Atalan das getan, wozu Vorgänger Gertjan Verbeek kaum in der Lage gewesen ist: Der neue Trainer des Fußball-Zweitligisten VfL Bochum hat gelacht und eine positive Ausstrahlung vermittelt. Das Ziel bleibt hingegen das gleiche: Der Aufstieg in die 1. Liga soll her.

BOCHUM

, 12.07.2017, 13:49 Uhr / Lesedauer: 2 min
Atalans Auftrag in Bochum heißt Aufstieg

Trainer Ismail Atalan will den VfL Bochum mit positiver Ausstrahlung erfolgreich machen.

Unter Verbeek gab es in den letzten zwei Jahren nicht viel zu lachen. Vor allem fehlten unter dem Holländer in entscheidenden Partien häufig die entscheidenden Prozente zum Sieg. Von 88 Spielen als Bochumer Trainer endeten alleine 30 unter seiner Regie unentschieden, nur 31 gewann der VfL.

Atalan als Gegenentwurf zu Verbeek

Während sich Verbeek vor allem als Fußballlehrer verstand, von konstruktiver Kommunikation wenig hielt und vor einem Spiel weitgehend auf die Eigenmotivation seiner Fußballer setzte, hat Atalan als Trainer der Sportfreunde Lotte bewiesen, was man erreichen kann, wenn man seine Akteure positiv anspricht und sie stärkt.

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Schon bei seinem ersten Training suchte Atalan das Gespräch mit den Spielern. Viel Zeit zur Vorbereitung hat er nicht, denn am 28. Juli mit dem Heimspiel gegen den FC St. Pauli startet für den VfL die neue Saison. Eine Spielzeit, an deren Ende der Aufstieg in die Bundesliga stehen soll. „Ja, dieses Ziel hat sich nicht verändert“, betonte VfL-Sportvorstand Christian Hochstätter und merkte an: „Ismail weiß, dass wir oben mitspielen wollen. Wir sind von der Qualität des Kaders überzeugt, und ich glaube, dass wir uns gut verstärkt haben.“

Neu-Coach muss sich erst ein Bild machen

Der neue Trainer will sich jetzt ein Bild vom Bochumer Kader machen. „Ich will sehen, wie sich die Jungs präsentieren“, erklärte der 37-Jährige. Dann will er entscheiden, wie der VfL die Saison eröffnet: „Davon hängt es ab, welche Formation wir wählen oder welches System wir spielen.“

Keine Frage, am 11. Juli hat an der Castroper Straße eine neue Zeitrechnung begonnen. Hochstätter wollte nicht nachkarten, die Spieler richteten den Blick nach vorne, und Atalan versprühte eine Leichtigkeit, die dem Verein unter Verbeek schon früh abhanden gekommen war. An der Art, wie der VfL zum Erfolg kommen will, soll sich grundsätzlich nichts ändern. „Wir wollen agieren, ich liebe diese Art Fußball, die der VfL mit seiner Philosophie verfolgt“, sagte Atalan, und: „Die Leute sollen sehen, dass es einen Plan gibt, wie Bochum ein Spiel gewinnen will.“

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