Bochums Realität heißt Abstiegskampf

VfL in der Abwärtsspirale

Trotz kontinuierlicher Talfahrt schauten die Offiziellen von Fußball-Zweitligist VfL Bochum wochenlang nach vorn. Kritische Fragen wurden weggebügelt oder als zu negativ dargestellt. Die Realität ist spätestens seit dem jüngsten 0:1 in Bielefeld eine andere und heißt Abstiegskampf.

BOCHUM

, 05.12.2016, 16:02 Uhr / Lesedauer: 1 min
Bochums Realität heißt Abstiegskampf

Bilder der Zweitliga-Partie zwischen Arminia Bielefeld und dem VfL Bochum.

Immerhin erklärte Trainer Gertjan Verbeek nach der Pleite bei der Arminia: „Jetzt geht der Blick erst einmal nach unten.“ Aus den vergangenen vier Partien hat Bochum zwei Punkte geholt, ist seit 23 Punktspielen nicht mehr ohne Gegentor geblieben und inzwischen auf Platz 13 abgerutscht.

Die Hälfte seiner 18 Punkte holte der VfL zwar gegen die Klubs, die auf den Rängen eins bis fünf stehen und blieb dabei ungeschlagen. Doch diese Auftritte haben Überheblichkeit aufkommen und notwendige Aggressivität in den Hintergrund rücken lassen. Die Folge: In Bielefeld entpuppte sich Bochum - wie zuvor bei den Niederlagen in Kaiserslautern und Fürth sowie dem enttäuschenden 1:1 in Karlsruhe - erneut als Aufbaugegner. Bielefeld kletterte auf Platz 15 und kam bis auf vier Zähler an den taumelnden VfL heran.

"Dringend wieder punkten"

Der VfL empfängt am Samstag (10.) den zuletzt ebenfalls siegreichen TSV 1860 München, der mit einem Dreier im Ruhrstadion am Verbeek-Team vorbeiziehen kann. Danach muss der VfL zu Schlusslicht St. Pauli. Zur Winterpause könnten die Kellerkinder aufgeschlossen haben. „Wir müssen dringend wieder punkten“, sagte Abwehrspieler Tim Hoogland nach der Bielefeld-Schlappe.

Während Hoogland die Gefahr der Abwärtsspirale erkannt hat, scheinen Akteure wie Verteidiger Timo Perthel oder Techniker Tom Weilandt mit der Situation überfordert zu sein. Namen nannte Hoogland zwar nicht, er sagte aber deutlich: „Der eine oder andere in der Mannschaft muss jetzt endlich aufwachen. So kann man beim VfL Bochum und in der 2. Liga generell nicht spielen.“

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