Canouse als Symbolfigur des Bochumer Erfolgs

1:0 gegen 1860 München

Als Schiedsrichter Benedikt Kempkes - von Beruf Zahnarzt - das Zweitliga-Spiel zwischen dem VfL Bochum und 1860 München abpfiff, hatten sich die Hausherren buchstäblich durchgebissen. Mit 1:0 (0:0) gewannen sie die immens wichtige Partie und verschafften sich durch die drei Punkte erst einmal wieder Abstand zum Tabellenkeller.

BOCHUM

, 10.12.2016, 16:21 Uhr / Lesedauer: 1 min

Nach einer Woche mit viel Gesprächsbedarf hatte VfL-Coach Gertjan Verbeek gravierende Umstellungen vornehmen müssen und eine Aufstellung gewählt, deren Akteure in erster Linie über den Kampf kommen. Tim Hoogland wurde nicht rechtzeitig gesund, dadurch ging Anthony Losilla zurück in die Innenverteidigung. Neben ihm gab der 18-jährige Maxim Leitsch sein Profidebüt, den Part im defensiven Mittelfeld nahm Russell Canouse ein. Beide Nachrücker hatten entscheidenden Anteil am Bochumer Dreier.

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2. Bundesliga, 16. Spieltag: VfL Bochum - TSV 1860 München 1:0 (0:0)

Bilder der Zweitliga-Partie zwischen dem VfL Bochum und dem TSV 1860 München.
10.12.2016
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Bilder der Zweitliga-Partie zwischen dem VfL Bochum und dem TSV 1860 München.© Foto: dpa
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Leitsch zeigte in der Abwehr eine tadellose Leistung, der Auftritt von Canouse hingegen war an diesem Nachmittag symptomatisch für den VfL. In einem auf schwachem Niveau stehenden Spiel war Canouse im ersten Durchgang schwächster Spieler auf dem Platz - am Ende aber trotzdem der wertvollste.

"Kein gutes Spiel von mir"

Denn in der 77. Minute stocherte ausgerechnet Canouse das Leder zum goldenen Tor in den Kasten. „Es war insgesamt kein gutes Spiel von mir“, räumte der Amerikaner ein und merkte an: „In der Pause habe ich mich in der Kabine gesammelt. Danach lief es besser. Ich bin glücklich, dass ich das Tor gemacht habe.“  

Im Kellerduell standen Leidenschaft, Kampf und Biss im Vordergrund. „Das war das einzige, das ich diesmal von meiner Mannschaft gefordert hatte. Das haben sie gezeigt und sich das Glück erarbeitet, das man zu einem solchen Sieg braucht“, konstatierte Verbeek, der in der 30. Minute einen Pfiff des Referees damit quittierte, dass er den Ball wegdrosch und auf die Tribüne musste. An seiner Stelle coachte nun Co-Trainer Jan de Jonge das Team.

Endlich mal wieder ohne Gegentor

Neben dem Heimsieg gelang es dem VfL, zum ersten Mal seit März dieses Jahres, in einem Punktspiel ohne Gegentor zu bleiben. Das freute vor allem Keeper Manuel Riemann, der aufatmete: „Ich bin froh, dass das Gerede darüber, dass wir nicht zu Null spielen können, endlich ein Ende hat.“

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