Der VfL Bochum ist auf einem guten Weg

Aufwärtstrend erkennbar

Es war sein 13. Spiel als Trainer von Fußball-Zweitligist VfL Bochum. Unglück hat Gertjan Verbeek die ominöse Zahl nicht gebracht – im Gegenteil: Das Heimspiel der Blauweißen gegen den FC Ingolstadt war aufschlussreich und hat neue Erkenntnisse gebracht. Die wohl wichtigste: Der VfL Bochum ist auf einem guten Weg.

BOCHUM

, 11.05.2015, 12:10 Uhr / Lesedauer: 2 min
Der VfL Bochum ist auf einem guten Weg

Der VfL Bochum steht kurz vor dem Start in die Saison-Vorbereitung.

Gegen die Topteams aus Darmstadt, Leipzig und Kaiserslautern hatte der VfL zuvor mitgehalten, aber verloren. Gegen den Tabellenführer und designierten Zweitliga-Meister gab es beim 3:1-Erfolg nicht nur Komplimente, sondern erstmals auch drei Punkte gegen einen Spitzenklub. Das freute den Bochumer Coach umso mehr. „Man hofft immer, auch mal gegen eine Mannschaft zu gewinnen, die mehr Qualität hat“, bestätigte der Holländer und wies darauf hin: „Wir waren nie die fußballerisch unterlegene Mannschaft, aber wenn man Chancen vergibt, kann man auch verlieren.“

Am eigenen Schopf aus dem Sumpf gezogen

Gleich viermal hintereinander war das vom 27. bis 30. Spieltag der Fall. Dadurch musste Bochum sogar noch kurzzeitig um den Klassenerhalt bangen. Die Entwicklung, die die Mannschaft unter Verbeek genommen hat, zeigt sich aber auch darin, dass sie selbst die Kurve gekriegt und sich aus dem Sog befreit hat.

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2. Bundesliga, 32. Spieltag: VfL Bochum - FC Ingolstadt 3:1 (1:1)

Bilder der Zweitliga-Partie zwischen dem VfL Bochum und dem FC Ingolstadt.
10.05.2015
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Bilder der Partie Bochum gegen Ingolstadt.© Foto: dpa
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Bilder der Partie Bochum gegen Ingolstadt.© Foto: dpa
Bilder der Partie Bochum gegen Ingolstadt.© Foto: dpa

Der Auftritt in Aalen (4:2) war überzeugend, der Sieg über Ingolstadt die sofortige Bestätigung. Zudem bleibt festzuhalten, dass hinter dem VfL eine Verletztenmisere liegt, die ihresgleichen sucht. „Wir haben niemals in derselben Zusammenstellung gespielt“, unterstreicht der Trainer, der über diesen Zustand nie geklagt hat. Stattdessen hat er der Mannschaft eingeimpft, dass es trotzdem gehen muss. Und es ging.

Die Formkurve zeigt nach oben

Auch während der Misserfolgsserie ließ sich Verbeek nicht von Momentaufnahmen beeindrucken. Der Trainer sowie VfL-Sportvorstand Christian Hochstätter hatten immer optimistisch nach vorne geschaut. Schien der Keller näher zu rücken, hatten sie die weit weniger entfernten einstelligen Plätze im Blick. Mit dem perfekten Klassenerhalt ist der Druck endgültig weg, die Formkurve zeigt nach oben. Als Neunter rangiert Bochum seit Sonntag wieder einstellig. Am Ziel sieht Gertjan Verbeek den VfL in dieser Saison aber immer noch nicht: „Ich hoffe, in den letzten zwei Spielen noch weitere Punkte zu holen, um uns in der Rangliste zu verbessern.“

Inzwischen hat der VfL unter seiner Regie in 13 Begegnungen 18 Zähler geholt. Das kann sich in Anbetracht der personellen Umstände sehen lassen. Die spielerischen Fortschritte sowieso: „Seit der Winterpause bin ich eigentlich nur einmal von meiner Mannschaft enttäuscht gewesen, und das war eine halbe Stunde bei 1860 München (1:2)“, bilanziert der 52-Jährige.

Kader nimmt Konturen an

„Nach dem kleinen Einbruch sind wir jetzt wieder da“, stellt Mittelfeldspieler Michael Gregoritsch klar. Der Österreicher wird auch in den nächsten Jahren ein wichtiger Bestandteil eines Kaders sein, der ebenfalls allmählich Konturen annimmt. Und auch sie deuten darauf hin, dass der VfL einen guten Weg eingeschlagen hat.

Im Sommer läuft der Vertrag von Mikael Forssell bei Fußball-Zweitligist VfL Bochum aus. Gegen Ingolstadt hat der Finne gezeigt, dass er der Mannschaft zumindest als Joker immer noch helfen kann und sich für seine eine harte Trainingsarbeit mit dem 2:1-Führungstor belohnt. Der 34-Jährige würde gerne in Bochum bleiben und wird das Gespräch mit Sportvorstand Christian Hochstätter suchen. Zu einer möglichen Zukunft beim VfL sagte Forssell: „Ich denke, dass ist immer möglich.“

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