Ex-OB Stüber soll Altegoer-Nachfolger werden

Umbauarbeiten im Aufsichtsrat

Dass nach der turbulenten Jahreshauptversammlung vom 4. Oktober beim VfL Bochum auf der Verwaltungsebene ein wenig Ruhe eingekehrt scheint, ist definitv nicht einer noch andauernden Schockstarre zuzuschreiben.

BOCHUM

von Von Uli Kienel

, 09.11.2010, 23:07 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ex-OB Stüber soll Altegoer-Nachfolger werden

Soll in den Aufsichtsrat: Bochums Ex-Oberbürgermeister Ernst-Otto Stüber

Nach dem angekündigten Rücktritt des Aufsichtsratsvorsitzenden Werner Altegoer sowie der ihm mit gleicher Entscheidung gefolgten Horst Christopeit, Heinz Hossiep, Volker Goldmann und Gerd Kirchhoff, geht es nun darum, auf einer außerordentlichen Jahreshauptversammlung den Mitgliedern für die nächsten zwei Jahre einen handlungsfähigen Aufsichtsrat zu präsentieren. Dessen zentrale Figuren werden die Wirtschaftgrößen Hans-Peter Villis (Vorstandsvorsitzender EnBW), Bochums Stadtwerke-Chef Bernd Wilmert sowie der am 4. Oktober von den Mitgliedern gewählte Kabarettist Frank Goosen sein.

Auf Initiative dieser drei Aufsichtsräte soll mit dem ehemaligen Bochumer Oberbürgermeister Ernst-Otto Stüber (70) ein Mann mit politischem Hintergrund in der Stadt ebenfalls ins Gremium gewählt werden und dann auch den Vorsitz im Aufsichtsrat des Revierklubs übernehmen. An diesem Modell, das zunächst bis 2012 – dann stehen die nächsten Wahlen beim VfL an – Gültigkeit haben soll, wird gerade intensiv gearbeitet. Stüber wäre der einzige neue Name im VfL-Aufsichtsrat, dem neben Villis, Wilmert und Goosen auch noch Prof. Dr. Klaus-Peter Schütt (Stv. Vorsitzender) und Axel Treffner (Fan-Vertreter) angehören.

Ernst-Otto Stüber war von 1985 bis 1994 für die SPD Mitglied des Landtages in NRW sowie von 1994 bis 2004 Oberbürgermeister der Stadt Bochum. Die nach dem 4. Oktober notwendig gewordene außerordentliche Mitgliederversammlung ist unterdessen noch nicht terminiert, soll möglicherweise aber noch im Dezember stattfinden. Die Tagesordnung wird dann überschaubar sein: Es geht um die Entlastung des noch amtierenden alten Aufsichtsrates sowie um die Wahlen für den neuen Aufsichtsrat.