Gerland: "Im Pokal gibt es keine zweite Chance"

Bochum empfängt Bayern

Am Mittwoch kehrt Hermann Gerland, Co-Trainer des FC Bayern München, zum Pokal-Viertelfinale beim VfL Bochum an seine alte Wirkungsstätte zurück. Ralf Rudzynski hat sich mit dem in Bochum immer noch sehr beliebten "Tiger" über das Spiel unterhalten.

BOCHUM

, 09.02.2016, 08:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Gerland: "Im Pokal gibt es keine zweite Chance"

Hermann Gerland arbeitet seit 19 Jahren beim FC Bayern München. Im DFB-Pokal-Viertelfinale kehrt der gebürtige Bochumer nun an seine alte Wirkungsstätte zurück.

Hermann Gerland, ist das Pokal-Viertelfinale beim VfL Bochum für Sie ein besonderes Spiel?

Ja, da ist es. Ich würde auch gerne zweimal im Jahr gegen den VfL spielen. Aber dazu wäre es nötig, dass der VfL wieder in die Bundesliga aufsteigt.

Jetzt lesen

Trauen Sie das dem VfL in dieser Saison zu?

Leipzig und Freiburg haben an der Spitze der 2. Liga schon einen deutlichen Vorsprung und scheinen schon fast vorneweg zu sein. Aber dahinter folgen mehrere Mannschaften, die alle in etwa dieselben Möglichkeiten haben. Dazu kann auch der VfL gehören, wenn es ihm gelingt, die eigenen Qualitäten zum Tragen zu bringen. Aber um den dritten Platz noch erreichen zu können, müssen sie vor allem Zuhause häufiger gewinnen.

Und wer gewinnt am Mittwoch das Pokalduell?

Wir wissen, dass es ein schwieriges Spiel wird. Ich erinnere mich noch an den Dezember 2011. Damals war Jupp Heynckes noch Trainer, als wir mit dem FC Bayern im Pokal-Achtelfinale zum VfL mussten. Jenes Spiel haben wir erst durch ein Tor von Arjen Robben in der 90. Minute gewonnen. Bochum hatte sogar geführt.

Aber die Rollen des Favoriten und des Außenseiters sind trotzdem klar verteilt …

Das Spiel ist ein Finale. Es geht es um Ausscheiden oder Weiterkommen. Da muss man Obacht geben. Im Pokal gibt es keine zweite Chance, und die 90 Minuten müssen erst einmal gespielt werden. Die Bochumer wollen auch weiterkommen. Es wird kein einfacher Gang. Wir sind leichter Favorit, aber der VfL hat in der Vorbereitung Hertha BSC, Mönchengladbach und Leverkusen geschlagen.

Was bedeutet die Stadt Bochum und auch der VfL für Sie?

Ich war 19 Jahre als Spieler und Trainer beim VfL, jetzt bin ich seit 19 Jahren beim FC Bayern. Ich komme aus Bochum. Ich brauche keine Straßenkarte, wenn ich unterwegs bin. Die meisten Wege kann ich zu Fuß machen. Ich habe Freunde und Familie in Bochum. Am Abend vor dem Spiel freue ich mich darauf, sie zu besuchen und zu sehen. Bochum ist meine Heimat, und ich bin natürlich nach wie vor Mitglied beim VfL.

Jetzt lesen

Lesen Sie jetzt