HSV will mit dem VfL über Hochstätter reden

Wechsel nimmt Fahrt auf

Die Personalie "Christian Hochstätter zum Hamburger SV" nimmt zunehmend Fahrt auf. "Der HSV hat mich um einen Gesprächstermin gebeten", bestätigte Hans-Peter Villis am Dienstag im Gespräch mit dieser Redaktion. Noch am Abend wollte sich der Aufsichtsratsvorsitzende des VfL Bochum außerdem mit dem Bochumer Sportvorstand Christian Hochstätter treffen.

BOCHUM

, 08.11.2016, 17:37 Uhr / Lesedauer: 2 min
HSV will mit dem VfL über Hochstätter reden

Bochums Manager Christian Hochstätter scheint auf dem Sprung zum HSV zu sein.

Der Bundesligist, das ist schon lange kein Geheimnis mehr, will den 53-Jährigen als neuen Sportchef an die Elbe locken. Hochstätter hatte den Verein auch über das HSV-Interesse informiert, der VfL hatte entsprechende Gespräche nicht untersagt.

"Nichts entschieden"

Wie Villis am Dienstag betonte, habe es seitens des Vereins noch keine Gespräche mit dem HSV gegeben. Und bis Dienstagabend „hat Christian Hochstätter auch nicht die Bitte geäußert, gehen zu wollen“, sagt der Bochumer Aufsichtsratsvorsitzende. „Deshalb ist bisher nichts, aber auch gar nichts entschieden.“

Meldungen, nach denen Hochstätter beim Dinosaurierer der Bundesliga einen Vertrag bis 2019 erhält und der VfL die stattliche Ablösesumme von 1,6 Millionen Euro für den Wechsel fordert, dementiert Villis energisch. „Da werden einfach Zahlen rausgehauen, die nie genannt wurden.“

Vertrag bis 2020

Aber natürlich ist auch den Hamburgern bekannt, dass Christian Hochstätter beim VfL einen Vertrag bis 2020 hat, eine Ausstiegsklausel ist nie in dem Vertrag verankert worden. Um die Bochumer zu überreden, ihren Sportvorstand ziehen zu lassen, wird der Erstligist also kräftig in die Geldbörse greifen müssen.

Allerdings steht der HSV längst mit dem Rücken zur Wand. Nur zwei Punkte aus den ersten zehn Bundesliga-Partien, die Wut der Fans droht zu eskalieren, der HSV ist auf dem besten Wege, zur Lachnummer der Liga zu werden. Und dem Vereinsvorsitzenden Dietmar Beiersdorfer wird ohnehin nicht zugetraut, das sinkende Schiff auf Kurs zu halten. Also soll es Christian Hochstätter richten, der beim VfL Bochum bisher saubere Arbeit geleistet hat und der sicher seinen Anteil hat, dass beim Zweitligisten Ruhe herrscht und sich auch die finanzielle Situation deutlich verbessert hat.

Frage der Alternativen

So deutet eine Menge auf eine vorzeitige Trennung hin. Und Hans-Peter Villis, der sehr gern mit Hochstätter in die nächsten Jahre gegangen wäre, weiß auch, „dass man Reisende am Ende nicht aufhalten kann“. So ist alles nicht nur eine Frage des Preises und des aufrechten Umgangs miteinander, sondern vielleicht auch eine Frage der Alternativen.

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