Nach Pokalspiel: Robben ist Bochums Buhmann

Lob für VfL von Guardiola

"Ein großes Kompliment an den VfL Bochum." So eröffnete Trainer Pep Guardiola die Analyse zum 3:0-Sieg seines FC Bayern im Pokal-Viertelfinale beim Zweitliga-Fünften. Und diese Aussage war nicht die übliche Floskel der Freundlichkeit. Sie drückte den Respekt aus, den sich die Bochumer mit einem beherzten Auftritt verdient hatten.

BOCHUM

, 12.02.2016, 06:51 Uhr / Lesedauer: 2 min
Nach Pokalspiel: Robben ist Bochums Buhmann

Arjen Robben wurde nach dem Pokal-Halbfinaleinzug in Bochum zur Zielscheibe zahlreicher Verbal-Attacken.

Was das Starensemble in Bochum erlebte, war eine Gegenwehr, wie sie die Bayern aus der Bundesliga kaum gewohnt sind. Von Coach Gertjan Verbeek taktisch hervorragend eingestellt, hielt der VfL den Favoriten fast eine Halbzeit lang vom eigenen Tor weg und war obendrein bei Kontern brandgefährlich. "Dieses Spiel war sehr schwer. Der VfL hat einen sehr guten Eindruck auf uns hinterlassen", erklärte Guardiola.

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DFB-Pokal, Viertelfinale: VfL Bochum - FC Bayern München 3:0 (1:0)

Lewandowski und Thiago befördern den FC Bayern mit einem 3:0 (1:0) erwartungsgemäß ins Halbfinale des DFB-Pokals. Gar so einfach war es für die Münchner gegen die couragierten Bochumer aber nicht. Edelfan Grönemeyer war jedenfalls von seinem VfL begeistert
10.02.2016
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Lewandowski und Thiago befördern den FC Bayern mit einem 3:0 (1:0) erwartungsgemäß ins Halbfinale des DFB-Pokals. Gar so einfach war es für die Münchner gegen die couragierten Bochumer aber nicht. Edelfan Grönemeyer war jedenfalls von seinem VfL begeistert© Foto: dpa
Lewandowski und Thiago befördern den FC Bayern mit einem 3:0 (1:0) erwartungsgemäß ins Halbfinale des DFB-Pokals. Gar so einfach war es für die Münchner gegen die couragierten Bochumer aber nicht. Edelfan Grönemeyer war jedenfalls von seinem VfL begeistert© Foto: dpa
Lewandowski und Thiago befördern den FC Bayern mit einem 3:0 (1:0) erwartungsgemäß ins Halbfinale des DFB-Pokals. Gar so einfach war es für die Münchner gegen die couragierten Bochumer aber nicht. Edelfan Grönemeyer war jedenfalls von seinem VfL begeistert© Foto: dpa
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Lewandowski und Thiago befördern den FC Bayern mit einem 3:0 (1:0) erwartungsgemäß ins Halbfinale des DFB-Pokals. Gar so einfach war es für die Münchner gegen die couragierten Bochumer aber nicht. Edelfan Grönemeyer war jedenfalls von seinem VfL begeistert© Foto: dpa

Ein Schlüsselspieler seiner Elf war der Buhmann der Bochumer. Der Ärger über Arjen Robben konzentrierte sich auf die spielentscheidende Szene in der 43. Minute. Den von Jan Simunek an Robben verschuldeten und von Thomas Müller geschossenen Elfmeter hielt VfL-Keeper Manuel Riemann zwar, doch danach standen nur noch zehn Bochumer auf dem Platz - und Bayern führte durch Lewandowski bereits 1:0 (39.).

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Schiedsrichter Bastian Dankert hatte nicht nur auf Strafstoß entschieden, sondern Simunek – erst kurz zuvor für Perthel eingewechselt - ebenso regelkonform die Rote Karte gezeigt. Die Doppelbestrafung sorgte für Zündstoff. Guardiola konnte den Frust der Gastgeber nachvollziehen und forderte, die Doppelbestrafung abzuschaffen: "Die Regel ist lächerlich."

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Hitziger wurde über Robbens Verhalten diskutiert. Während Bayern-Keeper Manuel Neuer seinem Teamkollegen "Schlitzohrigkeit" bescheinigte, wehrte sich Robben gegen den Vorwurf einer Schwalbe: "Wenn das kein Elfmeter ist, können wir aufhören Fußball zu spielen." Indes war VfL-Torwart Riemann stinksauer: "Mir geht es langsam auf die Eier. Der Robben lag 90 Minuten auf dem Boden. Das hat der Junge gar nicht nötig."

Perthel verletzt

Es war aber nicht erst diese Situation, die dem VfL zusetzte. Denn der erste Nackenschlag passierte bereits früher. Auch dabei stand Robben im Blickpunkt. Mit seiner wild rudernden Art des Dribblings hatte er VfL-Verteidiger Timo Perthel in der 18. Minute am Auge getroffen. Zehn Minuten hielt der noch durch, dann musste er verletzt raus. Die bittere Diagnose: Hornhautriss.

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Mit Perthels Ausscheiden begann für Bochum eine Kette unglücklicher Umstände. Sie setzte sich fort mit dem 0:1, dem Strafstoß, Simuneks Platzverweis und der daraus resultierenden Chancenlosigkeit gegen elf Münchner. "Schon bei Elf gegen Elf ist es schwer, gegen die Bayern zu gewinnen. Bei Zehn gegen Elf ist es fast unmöglich", bilanzierte Verbeek.

"Ganz großes Kompliment"

Aus Sicht des VfL bleibt aber viel mehr haften als die Wut auf Arjen Robben. Bochum spielte mit Herz und hat den Klubs aus dem Oberhaus gezeigt, wie man gegen Bayern München auftreten muss. "Die ganze Vorstellung und die Art und Weise, wie wir gespielt haben, dafür ein ganz großes Kompliment", sagte Verbeek.

Und diese Leistung macht dem VfL Mut, vielleicht noch in den Kampf um den Aufstieg eingreifen zu können. Verbeek hofft: "Es ist wichtig, dass wir jetzt auch in der 2. Liga solche Spiele machen, denn dann machen wir richtig mit da oben."

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