Pyrotechnik schadet dem VfL nicht nur finanziell

166.000 Euro Strafe in fünf Jahren

Einige Besucher zündeln bei Spielen des VfL Bochum immer wieder Pyrotechnik. Zu den jüngsten Beispielen zählte die Auswärtspartie im Februar bei Hannover 96. Was diejenigen, die Fackeln und andere Feuerwerkskörper abbrennen, scheinbar erfreut, ist immer wieder ein Ärgernis für den Verein. Denn der wird regelmäßig vom DFB-Sportgericht zur Kasse gebeten.

BOCHUM

, 04.04.2017, 18:59 Uhr / Lesedauer: 1 min
Pyrotechnik schadet dem VfL nicht nur finanziell

Der VfL Bochum hat immer wieder Probleme mit zündelnden Anhängern.

Für das Vergehen einiger Mitgereister in Hannover muss der VfL 10.000 Euro berappen. Nicht zum ersten Mal, denn derlei Ausschreitungen ziehen sich wie ein leidvoller roter Faden durch die letzten Spielzeiten. So summiert sich die Summe an Strafen, die der Klub innerhalb der letzten fünf Jahre bezahlen musste, auf inzwischen 166.000 Euro.

Trainingslager statt Pyro-Strafen

Für den VfL Bochum ist das nicht wenig Geld, das er vernünftig hätte investieren können: In Trainingslager, in Spielergehälter, in einen Transfer oder in weitere infrastrukturelle Maßnahmen. Ein rein Bochumer Phänomen ist das nicht. Das betonte VfL-Pressesprecher Jens Fricke zurecht, sagte aber auch ganz klar: „Das Verhalten schadet immer nur dem Verein. Sei es im Ansehen, sei es finanziell.“

Und der Zwiespalt liegt klar auf der Hand. Die Verursacher schaden dem Klub, geben aber vor, ihn eigentlich unterstützen zu wollen. Nachvollziehen kann auch der VfL das nicht, weil „auf der einen Seite ja Vereinsliebe propagiert wird, von denjenigen, die das betreiben. Und auf der anderen Seite ist es immer so, dass wir zahlen müssen“, so Fricke, der herausstellte, dass der VfL eindeutig um Abhilfe bemüht ist: „Wir sind im intensiven Austausch mit den Fangruppierungen.“

Verbeek: „Wir sind viel zu soft!“

Für VfL-Trainer Gertjan Verbeek sollte es bei diesem unsäglichen Thema keine Kompromisse geben. „Wir sind viel zu soft. Die müssen bestraft werden und zahlen, nicht der VfL“, lautet seine klare Meinung. Verbeek vermisst, dass die echten Fans nicht die Namen der Pyro-Täter verraten.

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Mit Blick auf die Partie in Hannover fügte er als Lösungsoption hinzu: „Die Guten leiden immer unter den Schlechten, aber die Leute untereinander wissen, wer was gemacht hat. Lass die paar Hundert, die in Hannover waren, nach dem Spiel im Block sitzen. Macht ihnen klar: Ihr könnt erst nach Hause gehen, wenn ihr sagt, wer es gewesen ist. Oder ihr zahlt alle!“

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