Remiskönig VfL: 41 Unentschieden in drei Jahren

Verbeek fordert Qualität

Auf Tabellenplatz neun hat Fußball-Zweitligist VfL Bochum eine Saison beendet, in der Wunsch und Wirklichkeit schon früh nicht zusammen fanden. Nachdem das Team am letzten Spieltag mit einer 1:3-Pleite gegen St. Pauli den Sprung auf Rang sechs verpasst hatte, brachte es Innenverteidiger Felix Bastians auf den Punkt: "Jetzt ist es eine durchschnittliche Saison."

BOCHUM

, 25.05.2017, 21:19 Uhr / Lesedauer: 1 min
Remiskönig VfL: 41 Unentschieden in drei Jahren

Fordert Qualität: Bochums Trainer Gertjan Verbeek.

Einer der Hauptgründe waren 14 Unentschieden. So viele hatte kein anderer Zweitligist. „Es ist wichtig, dass es weniger werden“, warf Trainer Gertjan Verbeek schon mal einen Blick voraus. In den letzten zwölf Monaten ging der Blick freilich häufig zurück. Immer wieder verwies auch Sportvorstand Christian Hochstätter auf den Verlust einer ganzen Offensive um Simon Terodde.

Siegertypen fehlen

Doch auch mit seinem einstigen Toptorjäger hatte der VfL schon Probleme, enge Spiele für sich zu entscheiden. Das Manko zieht sich wie ein roter Faden durch die vergangenen drei Spielzeiten. In dieser Spanne endeten von 102 Punktspielen sage und schreibe 41 remis, alleine 25 davon 1:1. Bochum fehlen Siegertypen, nicht erst seit zwölf Monaten.

Zwar holte der VfL auch Rückstände auf, doch selbst Hochstätter räumte via Stadionzeitschrift ein: „Die Comeback-Qualität ist das Eine; die Qualität, Unentschieden in Siege zu verwandeln oder eine Führung zu halten, das Andere.“

Viele Erkenntnisse

So sehr die abgelaufene Spielzeit von Enttäuschungen geprägt war, so hat sie viele Erkenntnisse gebracht. Zum Beispiel, wie es um den Ehrgeiz von Spielern bestellt ist. „Das merkt man erst, wenn man mit ihnen arbeitet“, sagte Verbeek und stellte klar: „Es ist wichtig, dass wir etwas Qualität dazu bekommen.“ Denn nur dann kann der Wunsch vom Aufstieg auch mal Wirklichkeit werden. Ralf Rudzynski

 

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