Rückkehrer Bastians will mit dem VfL aufsteigen

Start bei Union Berlin

Genug geschuftet in der langen Vorbereitung: Die 2. Bundesliga hat wieder den Spielbetrieb aufgenommen. Der VfL Bochum startet am Samstag (13 Uhr) bei Union Berlin ins Jahr 2015. Gerd Strohmann sprach mit Felix Bastians (26), der dann wieder das Bochumer Trikot tragen wird.

BOCHUM

, 06.02.2015, 21:30 Uhr / Lesedauer: 2 min
Rückkehrer Bastians will mit dem VfL aufsteigen

Zurück beim VfL Bochum: Felix Bastians (l.).

Mögen Sie die Vorbereitung auf eine Rückrunde? Felix Bastians: Natürlich nicht!Sie haben nach dem ersten Training unter dem neuen Coach Verbeek gesagt, es sei eine anstrengende Einheit gewesen, Sie würden sich auf die weiteren freuen. War es nun eine Freunde?Bastians: Ich habe es gut überstanden, wir haben alle Übungen mit Ball gemacht, das gefällt mir, das ist für einen Fußballer eine schöne Sache.Wie oft haben die Oberschenkel gebrannt?Bastians: Schon so einige Male. Es ist immer anstrengend, man muss natürlich richtig beißen. Aber auch der Kopf hat gebrannt, es dauert seine Zeit, bis alle Automatismen greifen, ein neuer Trainer muss ja seine Vorstellungen vermitteln. Fehler werden angesprochen, und ich habe nicht häufig erlebt, dass die Fehler auch wiederholt wurden.  

Welche Handschrift hat der Trainer? Bastians: Da müssten Sie eigentlich ihn fragen. Aber er steht sicher für Offensiv-Fußball. Jede Rolle auf dem Feld ist klar definiert, jeder kann sich daran orientieren, ob er seinen Job gemacht hat.Welche Qualität hat die Mannschaft für die 2. Bundesliga?Bastians: Das ist schwer zu sagen. Wichtige Spieler sind verletzt, das tut jedem in dieser Liga weh. Aber wenn du eine Serie spielst, dann kann es schnell nach oben gehen, aber auch schnell nach unten.Es sind zehn Punkte zu Platz drei, sieben Punkte zu Platz 16. Wohin schauen Sie?Bastians: Ich schaue nirgendwo hin. Wenn wir eine Serie spielen, dann können wir vielleicht in vier oder fünf Wochen schauen, wohin die Reise geht. Eintracht Braunschweig ist auch plötzlich punktgleich mit dem Tabellenzweiten und stand länger im hinteren Mittelfeld.  

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Gehört der VfL Bochum in die 1. Bundesliga? Bastians: Ich bin hierher gekommen, um aufzusteigen. Und das ist auch mittelfristig die Richtung. Die Organisation hier ist erstklassig, und wenn wir oben spielen, dann ist auch das Stadion schnell voll.In der letzten Saison hatte der VfL nicht immer seinen Frieden mit den Fans geschlossen...Bastians: Wenn Du unten in der Tabelle spielst, dann ist doch kein Fan der Welt zufrieden. Woanders ist das noch viel schlimmer.Sie sind von der 1. Liga in die 2. gewechselt, im besten Fußballer-Alter. Warum?Bastians: Weil ich hier zu Hause bin. Hier sind Familie und Freunde, das war mit ausschlaggebend. Es war eine unschöne und schwere Zeit bei Hertha BSC Berlin, da war es wichtig, dass ich mich wieder wohlfühle. Hier sind die Menschen offen und herzlich, das brauche ich.Das klingt nach der Rückkehr des verlorenen Sohnes...Bastians: (lacht) Wenn Sie so wollen. Der Wechsel von Freiburg zur Hertha vor zwei Jahren machte ja Sinn, Berlin hatte Perspektive. Aber es hat nicht gepasst, der Wechsel war sicher ein großer Fehler. Aber das ist jetzt auch abgeschlossen, es hilft nicht, zurück zu schauen.Schauen wir nach vorn. Sie spielen Innenverteidiger, nicht unbedingt Ihre Lieblingsposition, oder?Bastians: Es geht nicht um mich. In der jetzigen Situation mit den vielen Verletzten kann ich so der Mannschaft vielleicht am meisten weiterhelfen. Der Trainer weiß, dass ich mehrere Positionen spielen kann. Aber ehrlich gesagt: Auf der linken Seite spiele ich am liebsten, ob hinten oder weiter vorn, das spielt keine Rolle.

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