So verdient Bochum am Gündogan-Transfer

Geldregen für den VfL

Seit Donnerstagmorgen gibt es Klarheit: Ilkay Gündogan wechselt von Borussia Dortmund zu Manchester City. Dabei wird eine Ablöse von rund 25 Millionen Euro fällig. Der VfL Bochum kann sich in jedem Fall über eine Transferbeteiligung in siebenstelliger Höhe freuen. Diese setzt sich aus zwei Komponenten zusammen.

BOCHUM

von Von Philipp Rentsch

, 02.06.2016, 16:32 Uhr / Lesedauer: 1 min
Von 2005 bis 2009 spielte Ilkay Gündogan für den VfL Bochum. Als der heutige Nationalspieler Bochum in Richtung Nürnberg verließ, war er 19 Jahre alt.

Von 2005 bis 2009 spielte Ilkay Gündogan für den VfL Bochum. Als der heutige Nationalspieler Bochum in Richtung Nürnberg verließ, war er 19 Jahre alt.

Zum einen greift der FIFA-Solidaritätsmechanismus. Dieser sieht vor, dass alle Vereine, die zwischen dem 12. und 23. Lebensjahr des Spielers an dessen Ausbildung beteiligt waren, insgesamt fünf Prozent der Transfersumme erhalten. Da Ilkay Gündogan zwischen seinem 15. und 19. Geburtstag insgesamt dreieinhalb Jahre in der Jugend des VfL Bochum gespielt hat, sind das 1,5 Prozent, die den Bochumern zustehen. Bei einer Ablöse von 25 Millionen sind das immerhin 375.000 Euro.

Transferbeteiligung

Zusätzlich profitiert der VfL von einer vereinbarten Transferbeteiligung des 1. FC Nürnberg, wohin Gündogan vom VfL wechselte. Von dieser sollen circa 20 Prozent nach Bochum fließen. Weil der "Club" rund 15 Prozent der Gesamtablöse bekommt, sind das zusätzliche drei Prozent für den VfL. Damit fließen mindestens weitere 750.000 Euro auf das Konto des VfL.

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Zusammengerechnet erhält der VfL somit eine Transferbeteiligung von über einer Million Euro. Nach RN-Recherchen würde der VfL zusätzlich von erfolgsabhängigen Klauseln profitieren, sofern diese später greifen. So oder so ist der Gündogan-Wechsel für die Bochumer eine wichtige, zuvor nicht einkalkulierte Einnahme. Damit erweitert sich auch der Spielraum des Vereins bei seinen Transferaktivitäten in diesem Sommer.

Zwei Neuzugänge

Den neun Abgängen – darunter einige Stammspieler – stehen bislang zwei Neuzugänge gegenüber. Doch auf die bereits verpflichteten Tom Weilandt und Kevin Stöger werden noch weitere Neu-Bochumer folgen müssen. Baustellen gibt es vor allem in der Innenverteidigung und in der Offensive. Kandidaten hierfür sind unter anderem der Paderborner Hauke Wahl für die Abwehr und der Erfurter Flügelstürmer Okan Aydin. Während dessen Berater Thomas Struck auf Nachfrage dieser Redaktion eine Bochumer Offerte zumindest nicht dementiert hat, ist das Interesse an Wahl aus sicherer Quelle bereits bestätigt.

Sollten Toptorjäger Simon Terodde und Abwehrchef Felix Bastians, die zuletzt Begehrlichkeiten geweckt und kein klares Bekenntnis zum VfL abgegeben haben, den Verein ebenfalls noch verlassen, bestünde zusätzlicher Handlungsbedarf. Zur Stunde liegt für beide Spieler aber noch kein konkretes Angebot vor.

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