Sportchef Hochstätter kann Hysterie nicht verstehen

VfL laufen die Spieler davon

Simon Terodde ist im In- und Ausland begehrt. Seit Wochen halten sich Gerüchte, dass Fußball-Zweitligist VfL Bochum seinen Torschützenkönig (25 Treffer) verliert. Doch längst gibt es neue Baustellen. Während Teroddes Vertrag beim VfL noch bis 2017 läuft, stehen neun Abgänge fest - weitere könnten hinzukommen.

BOCHUM

18.05.2016, 17:21 Uhr / Lesedauer: 2 min
Sportchef Hochstätter kann Hysterie nicht verstehen

VfL-Sportchef Christian Hochstätter äußerte sich zu den Fernsehgeldern in den Fußball-Bundesligen.

In Marco Terrazzino, Janik Haberer (beide Hoffenheim) und Onur Bulut (Freiburg) haben drei Stammspieler aus dem offensiven Mittelfeld dem VfL den Rücken gekehrt. Der Vertrag von Ersatzstürmer Nando Rafael wird nicht verlängert. Aus der Abwehr haben sich Malcolm Cacutalua (Leverkusen), Jan Simunek, Giliano Wijnaldum, David Niepsuj und Torwart Andreas Luthe (Augsburg) verabschiedet.

Fabian fällt lange aus

Erst einmal verzichten muss Trainer Gertjan Verbeek auf Patrick Fabian. Der Innenverteidiger, der seinen Kontrakt beim VfL bereits im Dezember bis zum 30. Juni 2018 verlängert hatte, wird aufgrund eines Kreuzbandrisses lange ausfallen.

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Dem VfL droht ein Umbruch. Sollte neben Mittelstürmer Simon Terodde auch der von Werder Bremen und englischen Klubs umworbene Abwehrrecke Felix Bastians den VfL verlassen, würde das Erfolgsteam endgültig auseinanderbrechen. Allerdings müssten beide aus laufenden Verträgen herausgekauft werden; so wie Bulut, für den der SC Freiburg rund 1,2 Millionen Euro zahlt.

Grundgerüst steht

An Stammkräften bliebe mit Thomas Eisfeld, Tim Hoogland, Anthony Losilla (defensives Mittelfeld), den Außenverteidigern Timo Perthel und Stefano Celozzi sowie Keeper Manuel Riemann ein Grundgerüst, zu dem auch die Angreifer Peniel Mlapa und Arvidas Novikovas gehören. Zudem will der VfL die Verträge mit Youngster Michael Maria sowie dem lange verletzten Jan Gyamerah verlängern.

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VfL-Sportvorstand Christian Hochstätter bringt die bereits hohe Anzahl an Abgängen nicht aus der Ruhe: „Die letzte Saison ist gerade vier Tage alt. Ich kann die Hysterie nicht verstehen“, sagt der Manager und gibt sich entspannt: „Wir werden eine schlagkräftige Mannschaft haben. Daran hat sich nichts geändert.“

"Für mehr hat es nicht gereicht"

Hochstätter macht deutlich, dass der Tabellenfünfte der abgelaufenen Spielzeit den erfolgreichen Weg nicht verlassen will. „Natürlich sind Spieler gegangen, aber man muss auch sagen, dass es in dieser Saison für mehr nicht ganz gereicht hat. Und man muss sehen, dass man besser wird.“

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Der langen Liste an Abgängen steht in Offensivmann Tom Weilandt (Greuther Fürth) erst ein Zugang gegenüber. Das allerdings ähnelt der Situation aus dem vergangenen Sommer, als der VfL lange nur Torwart Riemann als Zugang hatte, ehe Hochstätter den Kader während der Vorbereitung punktuell und kontinuierlich verstärkte. Das Team bekam damals ein völlig neues Gesicht und startete unter Gertjan Verbeek mit fünf Siegen in die Saison.

Positive Wahrnehmung

Zu den Gewinnern der Spielzeit gehörte Onur Bulut. Der 22-Jährige hat nun zwar bei Bundesliga-Aufsteiger SC Freiburg unterschrieben, ist aber für Hochstätter ein Beispiel, um die positive Entwicklung aufzuzeigen, die der VfL in den letzten Jahren genommen hat.

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„Es ist schade, dass uns Onur verlässt, aber das Interesse anderer Vereine für unsere Spieler, zeigt die Entwicklung, die der VfL genommen hat“, sagt der VfL-Manager und merkt an, dass „es auch Bestandteil unseres Prozesses ist, Spieler zu entwickeln und für sie Transfererlöse zu erzielen, wenn wir sie nicht halten können.“

Neuer Co-Trainer beim VfL Bochum wird Jan de Jonge (53.). Sein Vertrag läuft bis zum 30. Juni 2017.

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