Takashi Inui wird nicht verliehen

Todt stellt klar

"Wahrscheinlich hat es über Pfingsten in den Vereinen mal eine Telefonpause gegeben", meinte VfL-Sportvorstand Jens Todt angesichts der Tatsache, dass es zumindest in Bezug auf den VfL Bochum keine neuen Nachrichten vom Transfermarkt gibt.

BOCHUM

von Von Uli Kienel

, 29.05.2012, 13:45 Uhr / Lesedauer: 1 min
VfL-Sportvorstand Jens Todt ist auf dem Weg nach Japan, um sich dort wieder in der J-League umzusehen.

VfL-Sportvorstand Jens Todt ist auf dem Weg nach Japan, um sich dort wieder in der J-League umzusehen.

Aus Frankfurt war zu hören, dass der Rückkehrer in die 1. Bundesliga nach wie vor Interesse an einer Verpflichtung von Mittelfeldspieler Takashi Inui hat. Allerdings, so wird aus Frankfurt vermeldet, würde die Eintracht Inui zunächst gerne für eine Saison ausleihen und die Vereibarung komplettieren mit einer anschließenden Kaufoption. "Davon habe ich jetzt auch zum ersten Mal gehört", sagt Bochums Sportvorstand, "aber das ist für uns keine Variante, über die wir hier ernsthaft nachdenken." Inuis Marktwert wird zurzeit mit zwei Millionen Euro beziffert. In diesem Bereich soll sich auf jeden Fall die Transfersumme belaufen, die der VfL im Fall eines Verkaufs von Inui erzielen möchte. Ein erstes Angebot der Frankfurter soll bei etwa 1,2 Millionen Euro gelegen haben.

Plan mit Dedic

Ein weiterer Spieler, für den der VfL Bochum eine ordentliche Transfersumme erzielen könnte, ist Angreifer Zlatko Dedic, der nach seiner Ausleihe an Dynamo Dresden wieder in den Bochumer Kaderzurückkehrt und hier am 15. Juni wieder das Training aufnimmt. "Dass wir ihn unbedingt verkaufen wollen, wie jetzt der Kicker geschrieben hat, halte ich für eine übertriebene Darstellung", sagt Jens Todt. Für den VfL gibt es auf jeden Fall die Überlegung, die Saison 2012/13 auch mit Dedic zu planen. Nominelle Angreifer im neuen Kader sind "Nika" Gelashvili, Mirkan Aydin, Selim Gündüz und Kevin Scheidhauer.

Gesucht wird beim VfL auch noch ein Nachfolger für den nicht mehr zur Verfügung stehenden Giovanni Federico. "Wir haben da einige Optionen im Auge", sagt Jens Todt, "aber über Namen können wir zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sprechen." Zu lösen ist auch noch die Aufgabe, den zuletzt an den FC St. Pauli ausgeliehenen Torhüter Philipp Heerwagen unterzubringen. Dessen Situation beim VfL hat sich nicht geändert. Weil der VfL bei seinen Planungen die Kosten im Blick haben muss, wird für Heerwagen nach einer neuen Lösung gesucht.