"Takka" deutet Klasse an

Kein Verständnis für System-Diskussion

Am Mittwoch absolvierte der japanische Neuzugang Takashi Inui seine ersten beiden Trainingseinheiten beim VfL Bochum. Und Bochums neue Nummer 11 deutete gleich an, warum ihn die Club-Verantwortlichen ins Ruhrgebiet geholt haben.

BOCHUM

von Von Martin Jagusch

, 03.08.2011, 16:20 Uhr / Lesedauer: 1 min
Gute Option für Friedhelm Funkel: Takashi Inui.

Gute Option für Friedhelm Funkel: Takashi Inui.

Der 23-Jährige präsentierte sich im Positionsspiel äußerst lauffreudig, dribbelstark und passsicher. Aber Cheftrainer Friedhelm Funkel will nichts überstürzen: "Wir werden Inui genügend Zeit zur Eingewöhnung geben. Schließlich spricht er weder Deutsch noch Englisch und muss sich erst an sein neues Umfeld gewöhnen."Mit nach Rostock Dies funktioniert am schnellsten, wenn der Japaner viel Zeit mit seinen neuen Teamkollegen verbringt. Aus diesem Grund wird "Takka", wie er von seinen Teamkollegen gerufen wird, am Sonntag auch mit der Mannschaft nach Rostock reisen. Ob er an der Ostseeküste aber auch sein Debüt im blau-weißen Trikot feiern wird, ließ Funkel noch offen. Konditionell gibt es beim Mittelfeldspieler jedenfalls keine Defizite aufzuarbeiten, die japanische Liga ist schließlich schon im regulären Spielbetrieb.Kein Verständnis Unaufgeregt geht Funkel also die Integration Inuis an, genauso wie die Diskussion, ob der VfL mit zwei zentralen Stürmern - also Mirkan Aydin und Daniel Ginczek - nicht mehr Gefahr ausstrahlt. "Es gibt in Deutschland eigentlich keinen Verein, der mit zwei zentralen Spitzen agiert. Für diese Diskussion habe ich kein Verständnis. Sie interessiert mich überhaupt nicht", erklärte Funkel am Mittwoch. Und fügt hinzu: "Schließlich haben wir mit unserer taktischen Ausrichtung im Jahr 2011 ganze drei Ligaspiele verloren."Mittelfeld-Problem Wichtiger sei es, wie das Mittelfeld sich verhalte. "Da müssen wir einfach schneller und kompakter nachrücken", bringt er das größte Problem in den bisherigen drei Ligaspielen auf den Punkt. Im Pokalspiel habe sein Team den Rostockern zu viele Räume gestattet. "Wir standen bei Ballverlusten im Mittelfeld zu hoch. So gab es große Lücken, die Rostock immer wieder genutzt hat. Deshalb wollen wir am Montag kompakter stehen. Daran werden wir in den nächsten Trainingseinheiten intensiv arbeiten", erklärte Funkel.