Verbeek auf der Suche nach der Bochumer Startelf

Drei Fragezeichen beim VfL

Er zeigte die Schwächen auf, aber er war nicht schonungslos. Nach dem 2:0 (1:0)-Erfolg von Fußball-Zweitligist VfL Bochum im Testspiel bei RW Oberhausen war Trainer Gertjan Verbeek milde gestimmt und hatte Verständnis für seine Akteure. Derzeit bastelt er an der möglichen Startformation für den Zweitligisten.

BOCHUM

, 15.07.2015, 12:19 Uhr / Lesedauer: 2 min
Verbeek auf der Suche nach der Bochumer Startelf

"Die Körpersprache muss stimmen", sagte VfL-Trainer Gertjan Verbeek vor dem Spiel gegen den FSV.

Anfangs lief der Ball ansehnlich, der VfL begann mit Kombinationsfußball, Timo Perthel traf den Pfosten (23.), Simon Terodde ins Tor (30.). Doch dann wurden die Beine zusehends schwerer. Immerhin erhöhte Onur Bulut im zweiten Durchgang mit feinem Solo auf 2:0 (70.).

"Nicht unser bestes Spiel"

„Es war nicht unser bestes Spiel“, konstatierte der Holländer nach dem siebten Sieg seines Kaders in der achten Testpartie: „Wir haben viele Fehlpässe gespielt, viele Bälle weggegeben, zu wenig kreiert. Es fehlte die Dynamik“, zeigte Verbeek auf.

Jetzt lesen

Ungenaue Bälle hier, verunglückte Abwehrversuche da – aber nichts Besorgniserregendes, sondern Spuren der Vorbereitung. Mittlerweile stecken den Akteuren viereinhalb extrem harte Wochen in den Knochen. Ein Pensum, bei dem jeder mitgezogen hat. Ruhetage konnte man an einer Hand abzählen. Und so wusste Verbeek die Fehler entsprechend einzuordnen: „Die Jungs machten mir einen müden Eindruck.“

Grundlagen sind gelegt

Bis zum Saisonstart am 26. Juli in Paderborn wird nun das Pensum gedrosselt. Die Grundlagen in Kondition und Ausdauer sind gelegt, andere Schwerpunkte werden nun gesetzt, damit die Frische zurückkommt. Das hat Verbeek bereits in der letzten Woche aufgezeigt.

Längst ist der Trainer dabei, seine Startformation zusammenzustellen. Als Innenverteidiger-Duo dürften Patrick Fabian und Felix Bastians feststehen. Das Rennen wird aber wieder eröffnet, wenn der neun Monate lang verletzte Jan Simunek weiter aufgeholt und seinen Rhythmus gefunden hat.

Derby gegen Dortmund

Das Derby gegen Borussia Dortmund am Freitag (20 Uhr) an der Castroper Straße ist das letzte Testspiel für einen Großteil der künftigen Stammspieler. Es sollte Antworten auf die noch drei offenen Fragen rund um die erste Elf bringen:

Manuel Riemann oder Andreas Luthe: Riemann wurde geholt, weil er den Spielaufbau von hinten heraus ankurbeln soll. Das macht er, doch hat auch Luthe fußballerisch an sich gearbeitet und den Konkurrenzkampf souverän angenommen. Auf der Linie geben sich beide nicht viel. Nach Monaten voller gesundheitlicher Probleme hat ein gesundeter Luthe eine ganz andere Ausstrahlung – und vielleicht sogar knapp die Nase vorn.

Die linke Defensive

Giliano Wijnaldum oder Timo Perthel: Das Rennen auf der linken Seite der Abwehrreihe steht unentschieden - und könnte auch so ausgehen. Wijnaldum hat eindeutige Vorteile in der Defensive, Perthel gibt der Offensive mit schwungvollen Vorstößen mehr Impulse. Es deutet einiges darauf hin, dass sich Verbeek nicht langfristig festlegen wird, sondern zwei Optionen hat, um den jeweiligen Gegnern taktisch beizukommen.

Jetzt lesen

Zwei sind gesetzt: An Simon Terodde führt kein Weg vorbei. Der Angreifer überzeugt durch seine Laufbereitschaft – und natürlich durch seine Tore. Marco Terrazzino gehört zu den besonders kreativen Köpfen im Team. Und dann? Janik Haberer kommt immer besser in der Rolle zwischen defensivem und offensivem Mittelfeld klar. Doch auch Onur Bulut sammelte zuletzt Pluspunkte. Und dann bleiben natürlich die weiteren Entwicklungen um Michael Gregoritsch und Thomas Eisfeld abzuwarten.

Lesen Sie jetzt