Verbeek redet sich in Rage: "Wo sind die Fans?"

4:1 gegen Frankfurt

Jubel im Stadion an der Castroper Straße nach dem 4:1 (2:1)-Sieg von Fußball-Zweitligist VfL Bochum gegen den FSV Frankfurt. Die Fans feierten, die Spieler waren erleichtert. Und auch Trainer Gertjan Verbeek hatte nur wenig Grund zu Kritik - zumindest mit Blick auf die Leistung seiner Akteure. Für Furore sorgte Verbeek mit einer Wutrede auf der Pressekonferenz. Hier gibt's das Video.

BOCHUM

, 09.04.2016, 14:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Aufhänger war die deutschlandweit unter Fußball-Anhängern geführte Diskussion um den von einem Großsponsor gepushten RB Leipzig. Dort hatte der VfL in der Vorwoche gespielt. Mehrere Hundert Fans hatten die Auswärtsfahrt boykottiert, der Bochumer Mannschaft stattdessen bei der Rückkehr tief in der Nacht einen bizarren Empfang mit Gegröle und Feuerwerkskörpern bereitet.

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2. Bundesliga, 29. Spieltag: VfL Bochum - FSV Frankfurt 4:1 (2:1)

Bilder der Zweitliga-Partie zwischen dem VfL Bochum und dem FSV Frankfurt.
09.04.2016
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Bilder der Partie Bochum gegen Frankfurt.© Foto: dpa
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„Vor einer Woche wurden wir hier von Fans empfangen, die nicht mit nach Leipzig gefahren sind. Es geht immer um den Streit zwischen Traditionsvereinen und Nicht-Traditionsvereinen“, begann der Holländer und redete sich in Rage: „Ich verstehe das nicht. In Leipzig haben wir vor 35.000 Zuschauern gespielt, Zuhause nur vor 11.000. Wenn es um den Abstieg geht, kommen 30.000. Jetzt spielen wir oben mit und spielen nur vor 11.000 Leuten. Das ist enttäuschend. Wo sind die Fans? Sie sollen zeigen, was hinter Tradition steckt."

Verdienter Erfolg

Das Match gegen Frankfurt hatten offiziell 13.300 Zuschauer besucht. Sie sahen einen verdienten Erfolg der Gastgeber. Die liefen zwar bereits in der dritten Minute in einen Konter, den die anfangs aggressiven Gäste zum 0:1 durch Dani Schahin nutzten, machten aus dem Rückstand jedoch schon bis zur Pause eine Führung.

Herausragend war dabei der Slalomlauf von Onur Bulut zum Ausgleich (24.). Rechts an der Mittellinie lief er los, spielte Doppelpass mit Thomas Eisfeld, sprintete weiter, fand links im Strafraum in Simon Terodde den nächsten Doppelpass-Partner und setzte seinem Solo schließlich aus acht Metern mit einem Linksschuss die Krone auf.

19. Saisontreffer von Terodde

„Es hat sich während des Sprints schon ziemlich gut angefühlt, umso schöner, dass mir dann auch das wichtige Tor zum 1:1 gelungen ist“, sagte der Mittlfeldrenner. In der 37. Minute war Torjäger Terodde zur Stelle und köpfte seinen 19. Saisontreffer. 180 Sekunden nach dem Seitenwechsel erhöhte Eisfeld auf 3:1.

Ab der 60. Minute bemühte sich Frankfurt um den Anschlusstreffer. Bochums Defensive verlor etwas die Ordnung, doch die Gäste waren insgesamt zu harmlos. Letztlich sorgte Innenverteidiger Patrick Fabian per Kopfball zum 4:1 in der 88. Minute für die Entscheidung.

TEAMS UND TORE
VfL Bochum: Riemann - Celozzi, Fabian, Bastians, Maria - Losilla, Hoogland - Bulut, Eisfeld (80. Haberer), Terrazzino (85. Novikovas) - Terodde    
FSV Frankfurt: Weis - Huber (59. Halimi), Barry, Ballas, Haji Safi - Kruska, Perdedaj (85. Kapllani) - Yann, Kalmar (80. Dedic) - Awoniyi, Schahin    
Tore: 0:1 Schahin (3.), 1:1 Bulut (24.), 2:1 Terodde (37.), 3:1 Eisfeld (49.), 4:1 Fabian (88.)
Schiedsrichter: Knut Kircher (Rottenburg)
Zuschauer: 13300

 

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