Verbeek setzt auf bewährte Aufstellung

Bochum gegen Bielefeld

Der Ausraster von Gertjan Verbeek auf der Pressekonferenz stellte den sportlichen Wert der Zweitliga-Begegnung zwischen dem VfL Bochum und Arminia Bielefeld (17.30 Uhr/live bei Sky) in den Schatten. Doch der Trainer äußerte sich auch zum Gegner.

BOCHUM

, 21.09.2015, 17:31 Uhr / Lesedauer: 1 min
Verbeek setzt auf bewährte Aufstellung

Gertjan Verbeek holte auf der PK zum Rundumschlag aus.

Der VfL wird zum achten Mal in Serie mit derselben Startformation auflaufen. „Wir Trainer geben Dinge vor, die Umsetzung geschieht auf dem Platz. Und das macht die Elf überragend“, attestierte der VfL-Coach.

Remiskönige aus Bielefeld

Obwohl Bielefeld nur Zwölfter ist, wurden die Remiskönige (5) aus Ostwestfalen erst einmal geschlagen. Knüpft der VfL an die bisherigen Leistungen an, dann „haben wir eine gute Chance auf ein gutes Resultat“, zeigte sich Verbeek überzeugt.

Große Wellen schlug aber eine andere Aussage: Verbeek kritisierte die Flüchtlingsaktion der Bild-Zeitung unter dem Motto "Wir helfen - #refugeeswelcome", dann rastete er aus. "Warum schreibt ihr immer so eine Scheiße, warum spielt ihr immer zwei Seiten gegeneinander aus", fragte der VfL-Coach den anwesenden Journalisten. Dann legte er nach und sagte: "Ihr seid ja Arschlöcher."

 

Hier sehen Sie die Pressekonferenz im Video. Ab Minute 4 holt Verbeek zu seinem Verbal-Rundumschlag aus.

Es ist nicht das erste Mal, das Verbeek angriffslustig Journalisten attackiert:

Am Dienstag meldet sich der VfL zu Wort. „Fußball lebt von Emotionen, die manchmal in Aussagen gipfeln, die zwar Anklang und Nachhall finden, zuweilen in der Tonalität aber daneben liegen", heißt es in einer Pressemitteilung des Vereins. Und weiter: "Auf der gestrigen Pressekonferenz sind solche Äußerungen gefallen. Wir haben mit unserem Cheftrainer Gertjan Verbeek darüber im Laufe des Tages noch gesprochen und er hat eingeräumt, dass die verwendeten Kraftausdrücke sicher nicht die richtige Wortwahl waren."

"Kernaussage unberührt"

Verbeek habe niemanden persönlich beleidigen wollen. Dafür entschuldige er sich. "Die Kernaussagen bleiben davon aber unberührt und in dieser Sache hat Gertjan Verbeek unserer Meinung nach vollkommen Recht“, sagen Christian Hochstätter und Wilken Engelbracht.

Lesen Sie jetzt