VfL Bochum: Die Neuzugänge unter der Lupe

Nur Terodde-Ersatz fehlt noch

Wenige Tage vor dem Trainingsauftakt am 27. Juni hat Fußball-Zweitligist VfL Bochum bereits sechs Spieler verpflichtet. Das sind fünf Akteure mehr als zum Vorjahreszeitraum. Vielen Fans der Blauweißen fällt es allerdings nicht leicht, das Potenzial der Neuzugänge einzuschätzen.

BOCHUM

, 22.06.2016, 17:55 Uhr / Lesedauer: 2 min
VfL Bochum: Die Neuzugänge unter der Lupe

Marco Stiepermann (r.) und Johannes Wurtz (l.) kommen beide aus Fürth an die Castroper Straße.

Aufgrund guter Verpflichtungen in den letzten Jahren genießt Sportvorstand Christian Hochstätter bei Bochums Anhängern großes Vertrauen. Die meisten personellen Baustellen, die durch die Abgänge von zehn Spielern entstanden sind, hat der 52-Jährige bereits abgearbeitet. Ein Überblick auf die bisherigen Zugänge des VfL:

Dominik Wydra (Vertrag bis 30.6.2018 / SC Paderborn / ablösefrei): Der 22-Jährige spielte beim Zweitliga-Absteiger auf der Sechser-Position, beim VfL ist er eher als Innenverteidiger vorgesehen. Durch den Weggang von Malcolm Cacutalua sowie den verletzungsbedingt monatelangen Ausfall von Patrick Fabian bestand Handlungsbedarf. Wydra ist Kapitän der österreichischen U21-Nationalelf und hat in seiner Heimat für Rapid Wien 57 Bundesliga- und vier Europa-League-Spiele absolviert. Beim SC Paderborn war er Stammspieler, hat jedoch in der abgelaufenen Spielzeit sein eigentliches Potenzial nicht abgerufen.

Nico Rieble (Vertrag bis 30.6.2018 / TSG Hoffenheim / ablösefrei): Das Arbeitsfeld des 20-Jährigen ist die linke Abwehrseite. Dort ist beim VfL Timo Perthel gesetzt, allerdings wurde durch den Abgang von Giliano Wijnaldum der Posten des Stellvertreters vakant. In diesen soll Rieble, der bei der TSG mit der Reserve in der Regionalliga Südwest (44 Einsätze, drei Tore) gespielt hat, hineinwachsen.

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Kevin Stöger (Vertrag bis 30.6.2018 / SC Paderborn / ablösefrei): Der Landsmann von Dominik Wydra bringt hinreichend Zweitliga-Erfahrung mit. Beim 1. FC Kaiserslautern (2013-2015) sowie für den SCP (2015/2016) absolvierte er 61 Punktspiele (vier Tore). Ein starker Dribbler, der auch den Risikopass nicht scheut. In Paderborn agierte Stöger, für dessen Wechsel die Ostwestfalen einst eine Million Euro auf den Tisch geblättert haben, sowohl im Mittelfeld-Zentrum als auch auf der linken Seite. Auch er blieb in der vergangenen Saison weit unter seinen Möglichkeiten und könnte jetzt vom Vereinswechsel profitieren.

Tom Weilandt (Vertrag bis 30.6.2018 / SpVgg Greuther Fürth / ablösefrei): Der gebürtige Rostocker, der am 13. Mai die erste Bochumer Neuverpflichtung gewesen ist, ist ein begnadeter Techniker. Darüber hinaus hat er einen gefährlichen Distanzschuss und tritt gute Standards. Aus Fürth bringt er 86 Zweitliga-Spiele (elf Tore) mit. Nach einem Muskelbündelriss bei der Wintervorbereitung kam Weilandt 2016 nicht mehr zum Einsatz. Weilandt ist offensiv sowohl ein Mann für das zentrale Mittelfeld als auch für die Außenbahnen.

Marco Stiepermann (Vertrag bis 30.6.2019 / SpVgg Greuther Fürth / ca. 850.000 Euro): In Fürth gehörte der 25-Jährige zu den Säulen des Teams. Sportlich wie charakterlich wird sein Verlust beklagt. Als seine Vorzüge werden Spielintelligenz, Freistöße sowie seine Flexibilität im Offensivbereich gepriesen. Zuletzt überzeugte er in Fürth darüber hinaus sogar zentral vor der Abwehr. Der gebürtige Dortmunder gewann unter Trainer Jürgen Klopp 2011 mit dem BVB die Deutsche Meisterschaft.

Johannes Wurtz (Vertrag bis 30.6.2019 / SpVgg Greuther Fürth / ca. 350.000 Euro): Der 24-Jährige startete seine Karriere beim 1. FC Saarbrücken, lief später zweimal für Werder Bremen in der Bundesliga auf. Zuletzt stand er zwei Jahre in Fürth unter Vertrag, doch kein Trainer konnte wirklich die Leistung aus ihm herauskitzeln, zu der der Saarländer nach Expertenmeinung imstande ist. In Saarbrücken sowie bei einem Gastspiel beim SC Paderborn wurde der Offensivmann auch als Mittelstürmer aufgeboten. Ein sehr schneller Spieler, bei dem in Bochum möglicherweise der Knoten platzt.

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