VfL Bochum: Zehn Millionen an Mehreinnahmen

Wirtschaftliche Situation verbessert

Fußball-Zweitligist VfL Bochum schaut auf ein finanziell erfolgreiches Geschäftsjahr zurück. Gegenüber dieser Zeitung versicherte VfL-Vorstand Wilken Engelbracht bereits jetzt: „Wir werden deutlich besser dastehen als in den letzten beiden Jahren.“

BOCHUM

, 12.07.2016, 20:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Finanzvorstand Wilken Engelbracht freut sich über die verbesserte finanzielle Situation beim VfL Bochum.

Finanzvorstand Wilken Engelbracht freut sich über die verbesserte finanzielle Situation beim VfL Bochum.

Die genauen Zahlen und Überschüsse wird der Verein Ende Oktober auf seiner Jahreshauptversammlung präsentieren. Schon das Geschäftsjahr 2014/2015 hatte der Klub mit einem Gewinn abgeschlossen und konnte seine Nettoschulden damals von 6,2 Millionen auf 5,8 Millionen Euro verringern. Das vergangene Geschäftsjahr (1. Juli 2015 - 30. Juni 2016) hat die finanzielle Situation erneut verbessert.

DFB-Pokal und Transfers bringen Geld

Der Besucherzuspruch lag in den Ligaspielen mit 17 850 Zuschauern etwa 15 Prozent über dem kalkulierten Schnitt. Vor allem aber hat der VfL allein durch den DFB-Pokal sowie die Verkäufe von Michael Gregoritsch und Fabian Holthaus über vier zusätzliche Millionen eingenommen, die nicht im Etat einkalkuliert gewesen waren.

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In den vergangenen acht Wochen kamen weitere Einnahmen in siebenstelliger Höhe hinzu. Die Verkäufe von Onur Bulut und Simon Terodde brachten geschätzte 4,5 Millionen. Mit weiteren 1,1 Millionen als Ausbildungsentschädigung partizipiert der VfL am Wechsel Ilkay Gündogans von Borussia Dortmund zu Manchester City.

Erlöse fallen in neues Geschäftsjahr

„Das sind durchweg ungeplante Mehreinnahmen“, bestätigte Engelbracht, stellte aber klar, dass die Erlöse für dieses Trio erst in das Geschäftsjahr 2016/2017 fallen, da „sie alle erst am 1. Juli 2016 bei ihren neuen Arbeitgebern angefangen haben“.

Insgesamt summieren sich die saisonübergreifenden Mehreinnahmen auf fast zehn Millionen. Allerdings: Ablösesummen werden bisweilen in Raten beglichen. Zudem hat der VfL für seine Zugänge Marco Stiepermann und Johannes Wurtz bereits eine gute Million Euro ausgegeben.

Spielraum für Investitionen

Ungeachtet dessen hat der Verein seine wirtschaftliche Lage erheblich verbessert. Neben dem weiteren Schuldenabbau hat der VfL damit auch wieder Spielraum für anderweitige Investitionen. Engelbracht verriet: „In den letzten Jahren stand der VfL nicht so solide da, wie es jetzt der Fall ist.“

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