VfL lehnt erstes HSV-Angebot für Gregoritsch ab

Fußball: 2. Bundesliga

Das Thema schwelt seit Wochen, nun scheint ein Wechsel von Michael Gregoritsch von Fußball-Zweitligist VfL Bochum zu Bundesligist Hamburger SV konkret zu werden. Am heutigen Donnerstag freilich ging der 21-Jährige Mittelfeldspieler erst einmal vorneweg - in Bochum.

BOCHUM

, 25.06.2015, 14:05 Uhr / Lesedauer: 2 min
VfL lehnt erstes HSV-Angebot für Gregoritsch ab

Der Poker um Michael Gregoritsch geht weiter.

Als erster Spieler betrat Gregoritsch den Leichtathletikplatz am Stadion, auf dem ein Teil der Mannschaft vor den Augen von Coach Gertjan Verbeek die Morgeneinheit absolvierte. Eine zweite Gruppe schuftete im Kraftraum. Dort begann für den am Mittwoch vom FC Fulham geholten Tim Hoogland das Kapitel VfL Bochum.

Defensive mit Hoogland komplett

Bei der Verpflichtung des 30-Jährigen bewies VfL-Sportvorstand Christian Hochstätter einmal mehr seinen exzellenten Blick für ablösefreie Spieler mit Qualität. Hoogland ist ein echter Defensiv-Allrounder. Nicht unwahrscheinlich ist, dass er beim VfL zusammen mit Anthony Losilla ein Gespann vor der Abwehrkette bilden wird. Mit der Verpflichtung des gebürtigen Marlers ist nach Aussage Hochstätters der Bochumer Kader im defensiven Bereich komplett.

Während Hoogland aller Voraussicht nach am Samstag im Testspiel des VfL bei der TSG Dülmen (18.30 Uhr/Sportzentrum am Grenzweg) erstmals für seinen neuen Klub auflaufen wird, war der Auftritt von Michael Gregoritsch am Mittwoch beim Bochumer 18:0 (10:0)-Erfolg gegen Weitmar 09 vielleicht der letzte im blauen Dress.

HSV buhlt hartnäckig um Gregoritsch

Der HSV, der am 1. Juli ins Training einsteigt, buhlt hartnäckig um das Offensiv-Talent. Informationen aus dem norddeutschen Raum haben sich als richtig erwiesen, dass die Hanseaten dem VfL ein Angebot für Michael Gregoritsch unterbreitet haben. Dieses hat Bochum zwar abgelehnt, doch bedeutet das keineswegs, dass die Verhandlungen damit beendet sind.

Da der Österreicher erst kürzlich in Bochum einen Vertrag bis 2018 unterzeichnet hat, hält der VfL weiterhin alle Trümpfe in der Hand. Am Zug ist also wieder der Hamburger SV, der künftig wie der Ruhrgebietsverein vermehrt auf junge Perspektivspieler setzen will. Es ist davon auszugehen, dass eine finanziell nachgebesserte Offerte von der Alster an die Ruhr verschickt werden wird.

Wo liegen die Schmerzgrenzen?

Die Frage bleibt damit also, wo liegt die Schmerzgrenze? Allerdings beider Klubs. Beim HSV könnte sie bei zwei Millionen liegen, vielleicht auch erst bei 2,5 Millionen. Ob der VfL bei einer solchen Summe noch nein sagen wird? Allerdings würde das Geld wohl nicht komplett auf dem Bochumer Konto bleiben. Die TSG Hoffenheim, der Ex-Klub von Gregoritsch, dürfte bei einem Transfer mit im Boot sitzen.

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Für Gregoritsch wäre ein Wechsel zum HSV eine große Chance, Fuß im Oberhaus zu fassen. Für den VfL wäre ein Verkauf sportlich ein Rückschlag, finanziell brächte er hingegen neuen Spielraum. Ob eine mögliche Einnahme in einen Kauf des zuletzt von Fulham ausgeliehenen Thomas Eisfeld investiert würde, bleibt abzuwarten.

Maximilian Beister ein Kandidat?

So oder so will der VfL noch einen Offensivakteur präsentieren. Vielleicht kommt ein Kandidat aus Hamburg im Gegenzug. Beim HSV wurde der Vertrag mit Maximilian Beister aufgelöst, so dass dieser ohne Ablösesumme wechseln kann. Von 2010 bis 2012 erzielte der heute 24-Jährige für Fortuna Düsseldorf in 59 Zweitliga-Begegnungen immerhin 18 Treffer und stellte seine Flexibilität in der Offensive unter Beweis.

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