VfL wieder bedrohlich nahe am Tabellenkeller

Sorgen in Bochum

Die Fans des VfL Bochum sind Kummer gewohnt. Umso mehr hofften sie nach den ersten Erfolgen unter Gertjan Verbeek, eine Saison zu erleben, ohne um ihren Verein zittern zu müssen. Manch einer schielte schon auf Rang drei. Davon kann mittlerweile keine Rede mehr sein. Nach vier Niederlagen in Serie muss der VfL nun sogar wieder den Keller im Auge haben.

BOCHUM

, 29.04.2015, 14:51 Uhr / Lesedauer: 2 min
VfL wieder bedrohlich nahe am Tabellenkeller

Der VfL Bochum - hier mit Anthony Losilla (l.) rutscht in der Tabelle immer weiter ab.

Während Bochum das Punktekonto nicht aufstocken konnte, haben Aue (18.), St. Pauli (17.) und Aalen (16.) einige Zähler auf die Habenseite gebracht. Alle drei Teams dieses Trios haben am Tabellenende 28 Zähler. Der VfL (13.) hat 35 – und damit immerhin sieben mehr. Eigentlich sollte das reichen, um nicht mehr in die Bredouille zu kommen, doch der Spielplan meint es nur bedingt gut mit dem VfL.

Aalen-Spiel ist richtungsweisend

Am Sonntag müssen die Blauweißen beim Drittletzten antreten. Mit einem Sieg in Aalen können sie "dem Spuk" vorzeitig ein Ende bereiten. Niederlagen auch der beiden anderen abstiegsgefährdeten Vereine vorausgesetzt, kann sogar praktisch der Klassenerhalt perfekt sein.

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2. Bundesliga, 30. Spieltag: VfL Bochum - 1. FC Kaiserslautern 0:2 (0:0)

Bilder der Zweitliga-Partie zwischen dem VfL Bochum und dem 1. FC Kaiserslautern.
24.04.2015
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Bilder der Partie Bochum gegen Kaiserslautern.© Foto: dpa
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Doch während Aalen trotz des zwischenzeitigen Abzugs zweier Zähler wieder Morgenluft wittert, haben die jüngsten Pleiten am Bochumer Selbstvertrauen genagt. Das Aalen-Spiel ist richtungsweisend. Sollte Bochum verlieren, könnte es knifflig werden.

Schwache Bilanz gegen Topteams

Denn zwei Wochen später hat auch der FC St. Pauli auf dem Kiez die Chance, dreifach gegen die Verbeek-Elf zu punkten. Dazwischen liegt ein Heimspiel – gegen Spitzenreiter Ingolstadt. Beim FCI bekam der VfL in der Hinrunde (0:3) kein Bein auf die Erde. Und gegen die anderen Topteams  wie Darmstadt, Leipzig und Kaiserslautern setzte es jüngst Niederlagen.

1860-Pleite als Warnung

"In zwei, drei Momenten hat Kaiserslautern die individuelle Qualität gut ausgenutzt" konstatierte Trainer Verbeek nach dem 0:2 aus der Vorwoche. Dass der VfL gute Ansätze gezeigt hat, steht außer Frage. Andererseits: In der zweiten Halbzeit, die zuvor bei 1860 München (15./30 Punkte) zu einer 1:2-Schlappe führte, baute der VfL ein Kellerkind fahrlässig auf.

Mittelfeldspieler Anthony Losilla hat die Lage klar im Blick, er gibt sich kämpferisch: "Wir haben nicht so viel Abstand, wir müssen mit Mut nach Aalen fahren und dort drei Punkte holen." Eine Grundvoraussetzung dafür wird sein, den Kampf anzunehmen: "Wir müssen die Zweikämpfe gewinnen. Kaiserslautern war zuletzt bei den Toren galliger."

Sperren drohen, Spieler fehlen

Vielleicht reicht dem VfL bei den Schwaben sogar schon ein Unentschieden, um aufatmen zu können. Ein Erfolgserlebnis wäre auch deshalb immens wichtig, weil die personellen Probleme beim VfL nicht abreißen – und gleich schon wieder die nächsten drohen.

Für Stanislav Sestak ist aufgrund einer Verletzung am Außenmeniskus die Saison gelaufen, Selim Gündüz dürfte wegen  einer Schultereckgelenk-Sprengung ebenfalls in dieser Spielzeit nicht mehr auflaufen. Ob Thomas Eisfeld (Kniereizung) in Aalen wieder mitwirken kann, ist fraglich.

Widrige Umstände

Der ohnehin arg gebeutelte Kader schrumpft immer weiter zusammen. Darüber hinaus droht sowohl Losilla als auch Torjäger Simon Terodde (beide vier gelbe Karten) eine Sperre. Angesichts all dieser Umstände kann es für den VfL Bochum tatsächlich nochmal eng werden. Beim VfR Aalen zu bestehen, wäre darum Gold wert. 

 

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