Alexander Schwanekamp ist das Aussehen seiner Heimatstadt wichtig

rnNeuer Quartiersarchitekt

Seit dem 1. November hat die Stadt Vreden einen Quartiersarchitekten, der Immobilienbesitzer kostenlos berät. Alexander Schwanekamp kennt die Stadt und weiß, wo es noch Potenzial gibt.

Vreden

, 13.11.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Seit dem 1. November ist Alexander Schwanekamp Quartiersarchitekt für die Stadt Vreden. Unter diesem Titel kann sich wohl nicht jeder etwas vorstellen. „Eigentlich habe ich nur eine Beratungsfunktion“, erklärt der gebürtige Vredener seine Rolle. Doch damit ist ein wichtiges Ziel verknüpft: „Es geht darum, das Innenstadtbild zu ändern und den Leerstand zu reduzieren.“

Die Stadt Vreden profitiert von der staatlichen Unterstützung der Städtebauförderung und kann so jedem Immobilieneigentümer oder gewerblichen Mieter eine kostenlose Erstberatung anbieten. Für diese ist Alexander Schwanekamp verantwortlich.

Neue Möglichkeiten für Stadt und Unternehmen

Jörg Lenhard vom Citymanagement Vreden freut sich sehr. „Über diese Möglichkeit kommen Sie mit vielen Immobilienbesitzern ins Gespräch, die sonst keine Beratung in Anspruch genommen hätten“, ist er sich sicher.

„Sonst verursacht der Gang zum Architekten direkt erste Kosten und schreckt die Interessenten ab“, weiß Alexander Schwanekamp, der gemeinsam mit einem Partner seit zehn Jahren ein Architekturbüro in Vreden und Rosendahl betreibt. Seine Lehre hat er in Vreden in einem Architekturbüro und im Technischen Dienst absolviert. Danach ging es für ihn zum Studium nach Münster, kurz danach machte er sich selbstständig.

Nutzungsalternativen werden betrachtet

Bei der Erstberatung erstellt er gemeinsam mit den Eigentümern ein Konzept und teilweise auch erste Skizzen. „Ich kann Tipps zum Grundriss, zur Fassadengestaltung und in enger Absprache mit der Stadt auch zur Nutzung geben“, zählt der Quartiersarchitekt Aspekte der Beratung auf, die bis zu sechs Stunden dauert.

Erste Anfragen gab es schon. „Ein Ladenlokal, das bislang für den Einzelhandel genutzt wurde, könnte in Zukunft vielleicht für Dienstleistungen oder Wohnungen genutzt werden“, erläutert Alexander Schwanekamp alternative Lösungen für die Zukunft.

Optischer Verbesserungsbedarf in der Einkaufsstraße

Das Erscheinungsbild seiner Heimatstadt ist für den Architekten ein wichtiges Anliegen. „In der Einkaufsstraße gibt es einiges an Arbeit“, ist ihm klar. „Natürlich haben wir Verbesserungsbedarf, da geht es auch um die Optik“, stellt Alexander Schwanekamp fest.

Allerdings habe die Stadt mit dem Soforthilfeprogramm, bei dem sie teilweise Mieten übernimmt, schon einen Schritt in die richtige Richtung gemacht. Wichtig ist es ihm, dass Gewerbe erhalten wird, wo immer es geht. „Wir wollen ja nicht in der ganzen Innenstadt nur Wohnungen haben“, gibt er zu bedenken.

Seine neue Position sieht Alexander Schwanekamp als Anregung an Unternehmen, etwas zu machen. „Je mehr mitziehen, desto attraktiver wird es“, wirbt der Quartiersarchitekt.

Interessenten an der Beratung durch den Quartiersarchitekten wenden sich bitte an: Citymanagement Vreden, Jörg Lenhard, Tel. (02564) 9899193 oder an die Fachabteilung Stadtplanung, Dirk Hetrodt, Tel. (02564) 303236.
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