Altes Gasthaus Denno wird aufpoliert

Umfangreiche Sanierung

Frank Resing setzt über Kopf die Bohrkrone an. Ruckzuck hat der junge Mann ein Loch in die Rigipsplatte gebohrt. Platz für einen weiteren Strahler über den Waschbecken der Damentoilette. Frank Resing ist einer von fast 50 Helfern, die am Samstag mit anpacken beim Umbau im Gasthaus Denno.

ELLEWICK

22.02.2015, 16:13 Uhr / Lesedauer: 2 min
Altes Gasthaus Denno wird aufpoliert

An die 50 Helfer haben am Samstag im Alten Gasthaus Denno gearbeitet. Bis Anfang März gibt es noch viel zu tun.

Wer den Vorraum der Kneipe betritt, ahnt nichts von den Arbeiten. Nur ein Plakat mit dem Hinweis auf die Neueröffnung am 6. März, deutet darauf hin, dass hier wahrscheinlich noch etwas getan werden muss. Drückt der Besucher dann aber die beiden braunen Schwingtüren auf, steht er mitten in einer Baustelle. Doch von Hektik keine Spur. Im Gegenteil: Alle sind bester Laune.

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Aufwändige Renovierung im Alten Gasthaus Denno

Da wo bald wieder Bier gezapft werden soll, regieren im Moment noch Malerrolle und Bohrmaschine: Bei Denno hat der große Umbau begonnen.
22.02.2015
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An die 50 Helfer haben am Samstag im Alten Gasthaus Denno gearbeitet. Bis Anfang März gibt es noch viel zu tun.© Foto: Rupert Joemann
An die 50 Helfer haben am Samstag im Alten Gasthaus Denno gearbeitet. Bis Anfang März gibt es noch viel zu tun.© Foto: Rupert Joemann
An die 50 Helfer haben am Samstag im Alten Gasthaus Denno gearbeitet. Bis Anfang März gibt es noch viel zu tun.© Foto: Rupert Joemann
An die 50 Helfer haben am Samstag im Alten Gasthaus Denno gearbeitet. Bis Anfang März gibt es noch viel zu tun.© Foto: Rupert Joemann
An die 50 Helfer haben am Samstag im Alten Gasthaus Denno gearbeitet. Bis Anfang März gibt es noch viel zu tun.© Foto: Rupert Joemann
An die 50 Helfer haben am Samstag im Alten Gasthaus Denno gearbeitet. Bis Anfang März gibt es noch viel zu tun.© Foto: Rupert Joemann
An die 50 Helfer haben am Samstag im Alten Gasthaus Denno gearbeitet. Bis Anfang März gibt es noch viel zu tun.© Foto: Rupert Joemann
An die 50 Helfer haben am Samstag im Alten Gasthaus Denno gearbeitet. Bis Anfang März gibt es noch viel zu tun.© Foto: Rupert Joemann
An die 50 Helfer haben am Samstag im Alten Gasthaus Denno gearbeitet. Bis Anfang März gibt es noch viel zu tun.© Foto: Rupert Joemann
An die 50 Helfer haben am Samstag im Alten Gasthaus Denno gearbeitet. Bis Anfang März gibt es noch viel zu tun.© Foto: Rupert Joemann
An die 50 Helfer haben am Samstag im Alten Gasthaus Denno gearbeitet. Bis Anfang März gibt es noch viel zu tun.© Foto: Rupert Joemann
An die 50 Helfer haben am Samstag im Alten Gasthaus Denno gearbeitet. Bis Anfang März gibt es noch viel zu tun.© Foto: Rupert Joemann
An die 50 Helfer haben am Samstag im Alten Gasthaus Denno gearbeitet. Bis Anfang März gibt es noch viel zu tun.© Foto: Rupert Joemann
An die 50 Helfer haben am Samstag im Alten Gasthaus Denno gearbeitet. Bis Anfang März gibt es noch viel zu tun.© Foto: Rupert Joemann
An die 50 Helfer haben am Samstag im Alten Gasthaus Denno gearbeitet. Bis Anfang März gibt es noch viel zu tun.© Foto: Rupert Joemann
An die 50 Helfer haben am Samstag im Alten Gasthaus Denno gearbeitet. Bis Anfang März gibt es noch viel zu tun.© Foto: Rupert Joemann
Schlagworte Vreden

An der Theke werden Gläser gespült. Irene Gebing nimmt ein Trockentuch und poliert sie noch einmal blitzeblank. Mit dem Platz hinter der Theke kann sie sich so schon einmal vertraut machen: Demnächst gehört die 18-Jährige zum Team der Kellnerinnen, genauso wie ihre beiden 17-jährigen Freundinnen Eva Volks und Dorothe Hübers, die auch mithelfen.

Lose Kabel an der Decke

Von der Decke hängen Kabel lose herunter. Dort werden offensichtlich mal Strahler eingebaut. Im Saal daneben sind die Maler fleißig. Carina Wenning und Stefan Kißfeld sind ein eingespieltes Team. Zuerst versiegelt Kißfeld die Ecke mit Acryl und streicht dann mit der kleinen Rolle die Ränder. Wenning trägt dagegen mit der breiten Rolle großflächig weiße Farbe auf.

Im großen Raum dahinter sind die Stühle gestapelt. Das Inventar wird die Genossenschaft erstmal nicht tauschen. „Wir wollen den Charakter nicht großartig verändern“, erzählt Vorstandsmitglied und Initiator Daniel Terwersche. Nur ein paar Bilder aus dem letzten Jahrhundert aus Ellewick, die vom Heimatverein zur Verfügung gestellt werden, sollen dazukommen. „Als Identifizierung mit dem Dorf“, betont Terwersche.

Ausgeprägtes Wir-Gefühl

Das Wir-Gefühl in dem knapp 1500 Einwohner-Örtchen ist sehr ausgeprägt. Am Samstag rücken noch die Theaterfrauen der KFD mit Besen, Schrubber, Abzieher, Lappen und Eimer als Putzkolonne an. Der Trecker-Trupp übernimmt das Entrümpeln. Frank Gebings Trecker knattert vor der Tür. Auf den Anhänger packen er und andere Männer nicht nur kistenweise leere Flaschen, sondern auch haufenweise Müll.

Frank Gebing ist ein gutes Beispiel für die Identifikation der Menschen mit Ellewick-Crosewick. Der 30-Jährige wohnt seit gut zweieinhalb Jahren in Nordwalde. Dennoch hält er immer noch Kontakt in die Heimat. Gebing gehört einem Ellewicker Stammtisch an und ist Mitglied beim Trecker-Trupp. „Natürlich helfe ich hier gerne mit“, sagt Frank Gebing. Dabei runzelt er fragend die Stirn. Für ihn ist das selbstverständlich.

Treffpunkt für Jung und Alt

Während die Männer draußen den Anhänger beladen, kochen Renate und Edith Lauer in der Küche eine Suppe zur Stärkung für alle. Die beiden ziehen mit ihrem Grillexpress ins Gasthaus Denno. Betriebsleiterin und Wirtin Jule Denno, nicht verwandt mit der ursprünglichen Eigentümer-Familie, sorgt fürs Besteck. Die 30-Jährige wird künftig die Kneipe organisieren. Und freut sich schon auf die Aufgabe: „Wir wollen wieder einen Treffpunkt für die Jüngeren und Frauen schaffen“, sagt sie.

Auch beim Essen ist die Stimmung prächtig. Einer hält ein altes Schwarz-Weiß-Foto hoch, auf dem einige Frauen im Meer planschen. „Das ist in Sahlmers Teich“, witzelt einer der Helfer. „Und das ist Oma Sahlmer“, ruft ein anderer. Die Runde lacht.

Dann macht sich Frank Resing wieder an die Arbeit, um noch ein paar Löcher zu bohren.

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