Altes Rezept hält, was es verspricht

08.07.2007, 16:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Vreden Ein Kilo Mehl, etwas Milch und Wasser, Zucker, Hefe, Öl und zwei bis drei Teelöffel Salz - aus diesen Zutaten fertigten am Donnerstag 28 backfreudige Kinder einen Teig, aus dem sie im Ofen des Bauernhausmuseums ihr eigenes Brot herstellten.

«Das Rezept für das Brot ist schon 150 Jahre alt», erklärt Bärbel Bohmkamp, die die Aktion zusammen mit Detlef Schmäing leitete. Bohmkamp und Schmäing, die im Hamalandmuseum beschäftigt sind, schauten den Kindern über die Schulter, während diese die Zutaten vermengten und anschließend mit der Hand verkneteten. Aus dem Zutatenklumpen nur mit Kraft der Arme und Hände einen glatten Teig zu formen, stellte sich dabei für einige Kinder schwieriger dar, als sie anfänglich dachten, so dass Detlef Schmäing so manches Mal helfend eingreifen musste. Während sich der Teig im Ofen langsam in Brot verwandelte, sorgten die Kinder selbst für den geeigneten Aufstrich, indem sie ihre eigene Butter herstellten. Dafür hatten die jungen Bäcker ein Glas mitgebracht, in dem sie Rahm schüttelten, bis daraus schließlich Butter wurde.

Bei diesem Teil des Programms wurde nicht nur dem Teig im Ofen ganz schön warm, sondern auch die Kinder kamen durch das anstrengende Schütteln ins Schwitzen. «So merken die Kinder einmal, welch schwere körperliche Arbeit das ist, die die Frauen früher ganz allein erledigen mussten», erklärt Bärbel Bohmkamp.

Die Mädchen und Jungen konnten sich gar nicht entscheiden, was ihnen mehr Spaß machte - das Backen oder hinterher das Essen der Brote. Der Erfolg der Aktion zeigt sich auch in den Anmeldezahlen. Eigentlich waren nur zwei Termine geplant, wegen der hohen Nachfrage wurde jedoch noch ein Termin in der kommenden Woche festgelegt, der bereits ausgebucht ist. rw

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