Angeklagter bestreitet Beleidigungen gegen Ehefrau bis zuletzt

Geldstrafe

Nach einem lautstarken Streit mit vulgären Beleidigungen mit seiner geschiedenen Frau wurde ein 36-jähriger Vredener am Dienstag vom Amtsgericht Ahaus zu einer Geldstrafe verurteilt. Bis zum Schluss leugnete der Angeklagte seine Wortwahl.

VREDEN

, 15.11.2016 / Lesedauer: 2 min

Als am Nachmittag des 20. Mai seine Noch-Ehefrau zum vereinbarten Treffpunkt zu spät kam, um dem Angeklagten den gemeinsamen Sohn (3) zu bringen, war dies der Auslöser für einen lautstarken Streit. Verschiedene Beleidigungen und Bedrohungen sollen gefallen sein.

Der Angeklagte dementierte dies bis zum Ende der Verhandlung. Eine Zeugin, die auf den Streit aufmerksam geworden war, berichtete: "Ich habe nicht verstanden, was genau gesagt wurde, weil in der Muttersprache gestritten wurde. Aber ich empfand die Situation für die Frau als bedrohlich. Sie war sehr aufgebracht und hat geweint." Noch am selben Tag erstattete die Ehefrau Anzeige.

Glaubhafte Zeugin

Auch der Richter glaubte der Zeugin und der Klägerin: Er hielt die Aussagen für glaubhaft. Er denke nicht, dass die Klägerin eine Falschaussage mache und damit das Risiko eingeht, selbst verurteilt zu werden. Doch der Angeklagte blieb dabei: "Ich sage die Wahrheit. Ich habe sowas nicht gesagt." Da der Angeklagte nicht vorbestraft war, belief sich das Strafmaß auf 30 Tagessätze von 15 Euro.

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