Arbeiten am Busbahnhof gehen in den Endspurt

Projekt der Stadt

Ein lautes Kreischen zerschneidet die Luft. Eine Staubwolke steigt auf. Schon wenige Sekunden später ist das Spektakel auch schon wieder vorbei. Bis der nächste Stein an die Reihe kommt.

VREDEN

, 09.08.2016, 17:03 Uhr / Lesedauer: 2 min
Gut zu erkennen ist in diesen Tage, welche Größenordnung der neue Busbahnhof für Vreden besitzt und wie dort die künftigen Verkehrswege vorgesehen sind.

Gut zu erkennen ist in diesen Tage, welche Größenordnung der neue Busbahnhof für Vreden besitzt und wie dort die künftigen Verkehrswege vorgesehen sind.

Wie ein ovales Dreieck wirkt die Insel am Viehmarkt in Vreden, die sich mit Pflaster gefüllt hat. Die Arbeiten am neuen Busbahnhof gehen sichtbar in den Endspurt. Ein kleiner Junge rollt an diesem Morgen mit seinem Bobbycar näher an die Baustelle heran. Er wirft gemeinsam mit seinem Vater interessiert einen Blick auf das Geschehen – dort, wo schon in einigen Wochen die Linienbusse ihre neuen Haltestellen ansteuern.

Fast fertiggestellt wirkt die neue Anlage: Dunkel schimmert die Oberfläche der Fahrbahn, auf der die Busse die große Mittelinsel umrunden sollen. Weiße, abgerundete Bordsteine markieren die Stellen, an denen die Passagiere ein- und aussteigen können. Die ganze Fläche bietet Platz genug, um mehrere der großen Gelenkbusse gleichzeitig unterbringen zu können.

Nur noch ein großer Baum

Nur noch wenig erinnert daran, wie es vor Jahresfrist an der selben Stelle im Stadtbild noch aussah: Das Ehrenmal lag im Schatten mehrerer Bäume, von denen noch ein großer erhalten geblieben ist. Das Denkmal ist inzwischen ein Stück weiter zu finden – nur wenige Gehminuten entfernt auf dem ehemaligen Friedhof, den die Bürgerstiftung in einen Garten der Ruhe verwandelt.

Laut wird es jetzt gerade wieder am neuen Busbahnhof. Der nächste Stein bekommt die passende Form, wieder steigt eine kleine Staubwolke auf. Daraus ragt eine der neuen Laternen hervor. Ihre klare Form hat nichts mehr mit den historisierenden Vorgängern gemeinsam – außer der schwarzen Farbe des Mastes.

Wenn die Tiefbauer in wenigen Tagen ihr Werk vollendet haben, dürfen die Bauleute ans Werk gehen und einige kleine, aber wichtige Gebäude errichten. Im ersten finden sich eine öffentliche WC-Anlage, ein Wartebereich für reisen und Fahrradstellplätze. Eine Fassade aus Holzleisten soll eine ansprechende äußere Erscheinung schaffen. Als Wartebereich für Reisende und Abstellmöglichkeit für Fahrräder kommt ein weiteres Gebäude hinzu. Das dritte schließlich stellt eine Besonderheit dar: Eine abschließbare Box mit Schiebetoranlage bietet darin künftig die Möglichkeit, Fahrräder gesichert abzustellen – besonders interessant zum Beispiel für Pendler mit Pedelecs. Elektronische Schlüssel dazu gibt es im Pfandsystem.

Großprojekte

Das alles erscheint inzwischen nicht mehr als Zukunftsmusik: Die Pläne für den neuen Busbahnhof in Vreden haben Gestalt angenommen – eines der vielen Großprojekte, die im Regionale-Jahr 2016 das Bild der Stadt nachhaltig verändern. In diesem Fall ist es ein für die Stadt kostenmäßig sehr vorteilhaftes Projekt: Sie muss sich nur mit zehn Prozent daran beteiligen, die rund 1,1 Millionen Euro aufzubringen. Den Rest übernimmt das Land Nordrhein-Westfalen.

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