Autor verarbeitet in seinem Werk Anekdoten aus seiner Vredener Jugend

rnNeuer Roman

Rudolf Breslauer ist in Vreden aufgewachsen und wohnt seit Langem in Münster. In seinem Buch verarbeitet er Erlebnisse aus der alten und neuen Heimat rund um die Beziehung der Geschlechter.

Vreden

, 17.11.2020, 04:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Eine Erzählung mit starken autobiografischen Einflüssen spielt natürlich vor allem dort, wo der Autor sich auskennt. Rudolf Breslauer, der Name ist ein Pseudonym, wohnt seit über 30 Jahren in Münster. Deswegen spielt ein Großteil seiner neuen Erzählung „Penelopes Weg“ in der Domstadt.

Autor wurde durch seine Kindheit in Vreden geprägt

Doch auch eine Stadt im Westmünsterland ist Schauplatz. „Ich bin in Vreden aufgewachsen, das Land und die Landschaften haben mich geprägt. Deshalb spielen auch einige Passagen dort“, berichtet Rudolf Breslauer. „Penelopes Weg“ ist Breslauers zweites Buch. Die Entstehungsgeschichte bezeichnet er als „ganz abenteuerlich“.

Bei einer Busfahrt mit einem Freund habe er ein bisschen über sein Leben erzählt, insbesondere über seine ehemalige Bekannte, die im Buch den Namen Penelope trägt. Dabei sei ihm dann die Erkenntnis gekommen, dass man aus den Erlebnissen doch ein Buch machen könne.

Episode in Vreden dreht sich um Bier und Billard

„Es dreht sich im weitesten Sinne um Beziehungskisten“, meint er zu seinem neuen Werk. Der Ich-Erzähler berichtet auf humorvolle Weise über eine Beziehung zwischen den beiden Geschlechtern. Zwei Menschen lernen einander kennen, einer von beiden verliebt sich unglücklich in den anderen, kommt fast doch zum Ziel und verliert schließlich. Das Thema sei zwar nicht neu, aber doch zeitlos. Die Leser würden sich immer wieder dafür interessieren.

In einer Mischung aus autobiografischen Schilderungen und freier Erfindung schildert Rudolf Breslauer diverse Anekdoten aus seiner Zeit als Briefträger in Münster. „Da trifft man diverse Menschen“, deutet er besondere Treffen an.

Eine kleine Episode, die in Vreden spielt, erzählt von einem Abend mit zwei Freunden. Das Trio saß gemütlich im „Vredenske Bütt“ zusammen und trank Bier. „Dann habe ich versucht, Billard zu spielen. Das ist in die Hose gegangen.“ Mehr will Rudolf Breslauer nicht verraten.

Von der Beschäftigungstherapie zur Berufung

Nur so viel will er verraten: „Die eigentliche Erzählung ist mit Erlebnissen und Anekdoten gespickt. Ich habe versucht, alles so humorvoll wie möglich darzustellen. Dazu gehört auch die Geschichte, wie ich zu Studienzeiten einen Koreaner bei mir aufgenommen habe und ihn dann nicht wieder losgeworden bin.“

Schon als Abiturient habe er angefangen, Gedichte zu schreiben. Zur ersten Veröffentlichung kam es dann aber erst wesentlich später. „Zunächst war das Schreiben für mich Beschäftigungstherapie, mittlerweile ist es mehr als ein Hobby. Es ist eine Berufung.“

Rudolf Breslauers Roman „Penelopes Weg… und andere kleine Geschichten aus Münster“ ist im Agenda-Verlag erschienen. Das Werk umfasst 100 Seiten und kostet 12,90 Euro.
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