Bäume müssen für Klimaschutz weichen – klingt komisch, macht aber Sinn!

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Unser Autor befürwortet das Klimaschutzprojekt des LWL.
Unser Autor befürwortet das Klimaschutzprojekt des LWL. © Montage: Dietrich
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Die Dimensionen muss man sich einmal vor Augen führen: Das neue Klimaschutzprojekt des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe wird eines der größten in Deutschland sein. Auf einer Fläche mit den Maßen von rund 100 Fußballfeldern soll eine Moorlandschaft entstehen, die das Klimagas CO2 in nicht unerheblicher Menge bindet. Das ist eine tolle Sache!

Damit wird die Zeit ironischerweise zurückgedreht. Erst der Mensch hat hier aus einer Heide- und Moorlandschaft einen künstlichen Wald mit einem Entwässerungssystem geformt. Künftig soll die Landschaft wieder vernässt werden, wie es so schön heißt. Das ist die Voraussetzung für die CO2-Speicherung.

Bäume müssen weichen

Das bedeutet aber auch, dass die Bäume, die eigentlich nicht bei uns vorkommen – Roteiche und Kiefer etwa – hier keine Zukunft haben. Was wirtschaftlich verwertbar ist, wird im Herbst entfernt werden. Die Verwässerung des Gebietes würden die Bäume ohnehin nicht überleben. Das ist in erster Linie rationalen Argumenten geschuldet, weniger wirtschaftlichen Erwägungen.

An die Stelle des heutigen Waldes wird künftig eine Moorlandschaft treten. Wie das aussehen wird, ist heute bereits im Schwatten Gatt zu sehen – ein schöner Anblick. Da ist der Verlust einiger Bäume sicherlich zu verschmerzen. Und dem Klima hilft es obendrein.