Betrug konnte nicht nachgewiesen werden

Freispruch

VREDEN. Im Zweifel für den Angeklagten: Vor dem Landgericht Osnabrück ist jetzt ein ehemaliger Mitarbeiter der Vredener Schmuckmanufaktur Niessing vom Vorwurf des Betrugs in 50 Fällen frei gesprochen worden.

von Von Anne Winter-Weckenbrock

, 09.12.2010, 19:29 Uhr / Lesedauer: 1 min

Entscheidend für die Annahme von Betrug sei nämlich, ob sich der Angeklagte zum Zeitpunkt der Internetauktion im Eigentum der Schmuckstücke befunden hatte. Wenn nicht, wären die Internet-Käufer seine Betrugsopfer gewesen. Vor Gericht machte der 48-Jährige keine Angaben. Ein ehemaliges Mitglied der Geschäftsführung sagte als Zeuge aus, der Angeklagte habe ihm seinerzeit erzählt, er habe den Schmuck von einer unbekannten Person auf einem Parkplatz aus dessen Kofferraum heraus gekauft. Gerichtsfeste Beweise, dass der Angeklagte die Schmuckstücke aus dem Betrieb gestohlen hatte, gab es nicht. Vor dem Hintergrund dieser Beweislage beantragte der Verteidiger Freispruch für den Angeklagten, das Gericht folgte.

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