Blumen verladen für den Traum von der Stratocaster

19.07.2007, 18:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Vreden Michael Bala "Ich wollte endlich eine cremeweiße Fender Stratocaster-Gitarre wie Jimi Hendrix besitzen." Das war der Ansporn für Vredens Stadtmarketingchef (Foto) mit 15 Jahren einen Ferienjob anzunehmen. Gesagt, getan, gemeinsam mit seinen drei Bandkollegen jobbte er in einer Gärtnerei. "Ab vier Uhr morgens mussten wir Blumen verladen und auf dem Großmarkt wieder auspacken", erinnert sich Bala. Keine leichte Arbeit, aber die vier Jungs wussten ja, wofür das Ganze gut war: "Meine Wunschgitarre war natürlich nur ein Teil des Ganzen. Wir wollten ja mit unserer Band professioneller werden, und dazu braucht man gutes Equipment. Da fiel das Anpacken natürlich leichter", lacht Bala. Kurz vor der ersten Joberfahrung spielte der heute 50-Jährige sogar mit dem Gedanken, Gärtner zu werden: "In den 70er Jahren war ja alles cool und da dachte ich, so ein Job draußen an der frischen Luft, das wäre toll." Seine Meinung änderte sich dann aber doch schnell: "Es war anstrengender, als ich gedacht hatte. Also nichts auf Dauer, aber für einen Ferienjob genau richtig", berichtet Bala. Vor allem hat es ihm Spaß gemacht, mit Freunden zusammen zu arbeiten, und die Atmosph äre stimmte: "Das war so ein richtiger Familienbetrieb. Wir mussten zwar immer früh da sein, aber mittags wurden wir dann von der Frau des Gärtners mit einem leckeren Mittagessen versorgt." Der Stundenlohn lag bei etwa fünf Mark, und nach weiteren Ferienjobs konnten sich die Nachwuchsmusiker dann endlich das ersehnte Equipment leisten und zogen als Schülerband durch das Ruhrgebiet. nl

Morgen berichtet

Bernhard Probst, CDU-Frak -

tionsvorsitzender aus Heek,

über seine

Ferienjoberfahrungen.

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