Bürgergenossenschaft für Dorfkneipe braucht Endspurt

Rettung für Denno

Erst knapp die Hälfte der angepeilten 150 Anteile an der Bürger-Genossenschaft "Use Dorp - Use Heimat" sind gezeichnet worden. Eine gute Woche bleibt jetzt noch Zeit, um die Marke zu erreichen, von der es abhängt, ob das Gasthaus Denno in Ellewick-Crosewick erhalten bleibt.

VREDEN

, 06.01.2015, 16:40 Uhr / Lesedauer: 2 min
Bürgergenossenschaft für Dorfkneipe braucht Endspurt

Die ehemalige Gaststätte Denno steht zurzeit leer.

"Über die Feiertage sind bis zum 5. Januar genau 71 Anträge eingegangen", geben die Verantwortlichen in einer aktuellen Mitteilung den zwischenzeitlichen Stand der Dinge wieder. Sie hatten eigentlich darauf gehofft, bereits rascher mehr Anteile vergeben zu haben: "Dass es doch so knapp wird, zeichnete sich nach der Info-Veranstaltung nicht ab", sagen sie. Fast ausnahmslos hätten die Besucher ihre Bereitschaft erklärt, sich zu beteiligen.Den Worten Taten folgen lassen

Sie appellieren nun an die Dorfgemeinschaft, den Worten auch die entsprechenden Taten folgen zu lassen. "Interessenten finden die Beitrittserklärungen und die Satzung unter www.gasthaus-denno.de", so Christian Büger. Außerdem lägen die Formulare bei den Banken, bei der Bäckerei Ibing und bei der Metzgerei Krandick aus. Er sagt weiter: "Wir hoffen, dass die Ellewicker und Crosewicker während der Feiertage die Anträge noch nicht abgegeben haben und das nun nachreichen."Anträge möglichst bald einreichen

Die Organisatoren rufen alle Antragsteller dazu auf, die Anträge möglichst bald einzureichen. Jeder Anteil zähle. Die Organisatoren stellten noch einmal klar: "Sollten die 150 Anteile nicht beantragt werden, so wird die Genossenschaft nicht gegründet."

Daniel Terwersche  aus der Gruppe der Initiatoren bekräftigte dies am Dienstag im Gespräch mit dieser Redaktion. Er erläuterte auch noch einmal den finanziellen Hintergrund. Die Kosten für einen Anteil seien mit 150 Euro veranschlagt worden, die einmalig zu zahlen seien. Der Anteilsinhaber werde damit Mitglied der Genossenschaft und könne in diesem Rahmen auch mitentscheiden: "Der Erwerb von mehreren Anteilen ist ebenfalls möglich." Jedes Genossenschaftsmitglied besitze allerdings davon unabhängig nur eine Stimme.Businessplan ist aufgestellt worden

Die Summe von 150 Euro sei bewusst so kalkuliert worden. Terwersche: "Wir haben einen Businessplan aufgestellt, um das Vorhaben wirtschaftlich auf gesunde Beine zu stellen." Der Kapitalbedarf solle auch zur Deckung erforderlicher Investitionen dienen, die jeder neue Pächter vornehmen würde.

Das Echo auf die Pläne für die Genossenschaft sei sehr positiv ausgefallen. Viele Menschen würden die Idee befürworten. Gut angekommen ist es wohl auch in der Öffentlichkeit, dass Mitglieder der Dorfgemeinschaft selbst die Initiative ergriffen hätten und diese nicht von außen gekommen sei."Es geht um das Dorfleben an sich"

Terwersche zeigte sich erfreut darüber, dass viele Interesse angeboten hätten, die Initiative auch durch praktische Mithilfe zu unterstützen. Zudem seien viele Ideen an das Organisationsteam herangetragen worden. Terwersche: "Viele haben verstanden, dass es bei diesem Projekt um das Dorfleben an sich geht." Die Entscheidung für die Frist zur Antragszeichnung am 15. Januar sei bewusst gefallen: "Wir möchten möglichst früh darüber Klarheit haben, ob wir weitermachen können oder nicht." Das zeitliche Ziel sei es, im März den Betrieb zu starten: "Wenn wir jetzt grünes Licht bekommen, können wir auch an die Vorarbeiten gehen." Deshalb sein Appell an alle Unterstützer: "Bitte gebt die Anträge so schnell wie möglich ab!" Jeder Einzelne sei gefordert.

Terwersche ist optimistisch, dass es klappt. Informiert sei jeder im Dorf inzwischen - entweder durch die Veranstaltung oder durch eine Postwurfsendung: "Mehr können wir nicht machen." Er ließ keinen Zweifel daran, dass es die Verantwortlichen ernst meinen mit der Marke von 150 Anteilen: "Sonst reicht es nicht."

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