Bürgergenossenschaft sucht neue Ideen für ein digitales Ellewick

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Ellewick soll digitaler werden. Zusammen mit der Fachhochschule Münster arbeitet die Bürgergenossenschaft „Use Dorp“ gerade am Projekt Dorf 4.0. Was steckt dahinter?

Vreden

, 12.12.2019, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Erst einmal geht es um Ideen. Am 24. Januar will die Bürgergenossenschaft zusammen mit der Fachhochschule Münster Ideen für die digitale Transformation im Dorf suchen. „Wir hatten erst schon ein paar Ideen, haben die aber noch einmal komplett hinten angestellt“, sagt Daniel Terwersche, Vorstandsvorsitzender der Bürgergenossenschaft. Denn alle Menschen aus Ellewick und Umgebung sollen mit ihren eigenen Ideen daran mitarbeiten und sollen sich nicht in eine Richtung gedrängt fühlen.

Wie macht Digitalisierung den Ort lebenswerter?

„Es geht darum, den Ort durch digitale Möglichkeiten lebenswerter zu machen“, sagt Daniel Terwersche. Dabei kann es um die Bereiche Mobilität, Familie, Bildung, soziales und kulturelles Leben, Gesundheitsversorgung oder eine ganz andere innovative Anwendung gehen. Grenzen gibt es im ersten Schritt nicht. Alle Ideen sind willkommen.

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Dabei steht der tatsächliche Nutzen, nicht der ganzheitliche Ansatz im Fokus. „Das haben wir alles ganz bewusst sehr offen und unkonkret gestaltet“, erklärt Daniel Terwersche. Er selbst ist gespannt darauf, welche Ansätze zusammenkommen.

Ideen werden bei öffentlichem Workshop gesammelt

Aus den Ideen, die bei dem öffentlichen Workshop am 24. Januar um 20 Uhr im „Wirtshaus“ gesammelt werden, sollen dann Projekte entwickelt werden, die umgesetzt werden können. „Bis wir wissen, in welche Richtung es geht, kann dann auch noch einmal ein halbes Jahr vergehen“, sagt er weiter.

Insgesamt ist das Projekt Dorf 4.0 auf drei Jahre angelegt und wird von einem Projektbetreuer begleitet. „Der hat eine Halbtagsstelle“, sagt Daniel Terwersche. Entsprechend umfangreich kann das Projekt werden, und entsprechend akribisch muss es vorbereitet werden.

Teil des Projekts „münster.land.leben“

Es gehört zum größeren Projekt „münster.land.leben“, das die besonderen gesellschaftlichen Herausforderungen im ländlich geprägten Münsterland angehen will. Industrie 4.0 steht allgemein für die digitale Transformation in der industriellen Wertschöpfung. Daran angelehnt soll Dorf 4.0 für die digitale Transformation im ländlichen Raum stehen.

Um den Technologietransfer greifbar zu machen wurde bei der Auftaktveranstaltung ein 3D-gedruckter Schriftzug von der Fachhochschule an die Bürgergenossenschaft übergeben und gleichzeitig die ersten Pläne geschmiedet:

Finalisten beim Heimatpreis des Kreises Borken

Die Arbeit der Bürgergenossenschaft kommt dabei auch an anderen Stellen gut an. „Use Dorp“ ist unter den sieben Finalisten des Heimatpreises vom Kreis Borken. Die Preisverleihung dazu findet am Abend des 11. Dezember statt.

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