CDU-Bundestagsabgeordneter Johannes Röring unterstützt Pläne für die Neue Spinnerei Vreden

rnBierbaum-Gelände

Für seine Pläne auf dem Bierbaum-Gelände bekommt Markus Bussmann prominente Unterstützung: CDU-Bundestagsabgeordneter Johannes Röring sieht darin einen ganz neuen Ansatz für die Stadt.

Vreden

, 03.11.2019, 17:54 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Vredener Markus Bussmann verfolgt weiter mit Hochdruck seinen Plan, die ehemalige Spinnerei Huesker auf dem Bierbaum-Gelände zu erhalten. Er spricht von drei Ansätzen: den Denkmalschutz, den Schutz der Innenstadt und den Unmut über die Verwaltung. „Die unterstützt ja ausschließlich die Pläne für den Edeka-Markt“, erklärt er.

Erst einmal will er nun den Denkmalantrag vorbereiten. „Die 14 Seiten für den vorläufigen Denkmalschutz lege ich in diesen Tagen vor, damit der Kulturausschuss darüber am 21. November sprechen kann“, sagt er. Damit will er verhindern, dass durch einen Abriss des Gebäudes Fakten geschaffen werden.

CDU-Bundestagsabgeordneter Johannes Röring unterstützt Pläne für die Neue Spinnerei Vreden

Markus Bussmann, Jörg Hannemann und Mano Siehoff (v.l.) stehen an der Spitze des Vereins Neue Spinnerei Vreden. © Neue Vredener Spinnerei e.V.

Die Nutzung des ehemaligen Spinnerei-Gebäudes sieht er als Leuchturm für Vreden. Mit der Verbindung zum Kult könne es die Innenstadt von Vreden beleben.

Arbeit im Verein konkretisiert sich

Neben den Ideen gibt es aktuell aber auch ganz konkrete Arbeit: Der Verein „Neue Vredener Spinnerei“ hat seit Mittwochabend einen kompletten Vorstand. Markus Bussmann ist dessen Vorsitzender.

„Davor konnte ich mich nicht drücken“, sagt er lachend. Seine Stellvertreter sind Mano Siehoff und Jörg Hannemann. Als Beisitzer komplettieren Hans-Georg Schepers und Walter Wittek den Vorstand.

Prominente Unterstützung für den Erhalt der Spinnerei

Markus Bussmann kann sich auch auf prominente Unterstützung verlassen: CDU-Bundestagsabgeordneter Johannes Röring hat mit ihm lange über seine Ideen für das Bierbaum-Gelände gesprochen. „Eine richtig gute Idee und ein ganz neuer Ansatz für Vreden“, sagt Johannes Röring auf Nachfrage

„Entscheidend ist natürlich, dass man das alles finanziert bekommt und dass man alle Lebensmittelhändler dazu an einen Tisch bekommt“, sagt er. In seinen Augen braucht die Stadt ein Konzept für die Innenstadt- und Innenstadt-nahe Entwicklung. „Das ist Aufgabe von Politik und Verwaltung“, erklärt er.

Citymanagerin sieht Supermarkt-Pläne sehr kritisch

Aylin Messing-Branse, Citymanagerin der Stadt Vreden, hat genaue Vorstellungen für die Zukunft auf dem Bierbaum-Gelände. Sie wünscht sich dort nur Wohnbebauung.

Die Ansiedlung eines Supermarktes sieht sie dort kritisch. „Für die Innenstadt und die Gesamtstadt“, konkretisiert sie. Mit der Ansiedlung sind in ihren Augen die Aufgabe gleich mehrerer Betriebe in der Innenstadt verknüpft. „Wir haben in der Innenstadt schon Leerstände, die Situation würde sich dadurch weiter verschärfen“, erklärt sie.

Nicht alle Wünsche können erfüllt werden

Gleichzeitig gebe es acht Lebensmittelbetriebe in Vreden. „Sieben davon wollen erweitern oder modernisieren. Mit dem geplanten Neubau kommt ein weiterer hinzu“, sagt sie. Bei der Quadratmeterfläche könnten in Vreden einfach nicht alle Wünsche erfüllt werden.

Auch die Erweiterung des zentralen Versorgungsbereichs sieht sie kritisch. „Seit Jahren reden wir darüber, die Handelslagen zu konzentrieren“, sagt sie. Die Erweiterung des zentralen Versorgungsbereichs sei eine komplett gegenteilige Entwicklung. „Die kann ich nicht nachvollziehen“, so Aylin Messing-Branse weiter.

Für sie bleibt es auch nicht bei einer Ansiedlung. „Wenn der Bereich erst einmal ausgeweitet ist, folgen weitere Interessenten. Fläche genug wäre noch da“, sagt sie.

Information für Politiker, damit sie entscheiden können

Mit dem Gebäude auf dem Bierbaum-Gelände ließe sich viel machen. „Das muss dann aber auch einer bespielen“, erklärt sie. Eine denkbare Idee.

„Was dort passiert, müssen natürlich die Politiker entscheiden“, erklärt sie. Um dafür eine möglichst breite Informationsbasis zu bereiten, plant sie einen runden Tisch mit Mitgliedern des Bauausschusses und des Rates. Der ist für Mitte November geplant.

Das Unternehmen Stroethmann als Eigentümer der Fläche und Investor für den möglichen Edeka-Markt war am Donnerstag für Nachfragen nicht zu erreichen.

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