Comeback des N-Joy-Zelts: Rolf Elsing und Michael Meyerink kehren auf die Kirmes zurück

rnVredener Kirmes

Nach 24 Jahren mussten sich Rolf Elsing und Michael Meyerink 2016 vom N-Joy-Zelt auf der Vredener Kirmes verabschieden. Jetzt kehren sie zurück – und zwar gleich doppelt.

Vreden

, 26.07.2019 / Lesedauer: 4 min

Auf der Vredener Kirmes können die Feierwütigen in diesem Jahr wieder zur Musik von DJ Rolf Elsing tanzen. Das sogenannte N-Joy-Zelt kehrt zurück. Nachdem Rolf Elsing und Michael Meyerink drei Jahre lang gar kein Kirmes-Zelt hatten, sind es in diesem Jahr gleich zwei: eins auf dem Brauhaus-Gelände, eins am alten Standort gegenüber der Sparkasse.

Geplant war das so nicht. Für die Gastronomen ist es aber ein echter Glücksfall. „Wir haben seit 2016 versucht, wieder auf die Kirmes zu kommen. Jetzt ist es endlich soweit und das gleich doppelt“, freut sich Michael Meyerink.

24-jährige Geschichte des N-Joy-Zeltes endete vor drei Jahren

Sein Vater Willi Meyerink hat sich 1992 mit Rolf Elsing zusammengetan und zum ersten Mal eine Kirmesparty auf dem Parkplatz gegenüber der Sparkasse gefeiert. Das Zelt war anfangs nur fünf mal zehn Meter groß. „Als ich 2001 das N-Joy eröffnet habe, ist die Kirmes-Party auf einmal größer geworden und das Zelt wurde nur noch N-Joy-Zelt genannt“, erklärt Rolf Elsing.

24 Jahre lang organisierten der DJ und Familie Meyerink gemeinsam die dreitägige Party im Discozelt. 2016 endete das. Der Pächter des Hauses Terrahe wechselte, die neuen Pächter wollten den Platz für ein eigenes Zelt nutzen.

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Rolf Elsing und Michael Meyerink versuchen seitdem, einen alternativen Platz für ein Zelt zu finden. Das Problem: Während der Kirmes darf Alkohol nur auf privaten Flächen innerhalb des offiziellen Kirmes-Geländes ausgeschenkt werden. Die Auswahl ist also sehr begrenzt, die meisten infrage kommenden Flächen sind schon belegt. Außerdem möchte die Stadt eigentlich keine zusätzliche Gastronomie auf der Kirmes.

Ein Disco-Zelt auf dem Gelände des ehemaligen Brauhauses

Als der Eigentümer des Brauhauses im vergangenen Jahr ankündigt, dass er das Gebäude abreißen wird, kommt Rolf Elsing eine Idee. „Ich habe direkt gesagt, dass sollte so geplant werden, dass der Abriss vor der Kirmes durch ist. Dann könnte man dort ein Zelt aufstellen“, so der DJ. Und tatsächlich passt der Zeitplan.

Seit einigen Monaten laufen also die Planungen für das Discozelt am Markt. „Der Kreis Borken führt gerade die letzten Prüfungen für die Genehmigung durch“, erzählt Michael Meyerink. Beiden ist klar, dass es sich dabei um eine einmalige Sache handelt. Schließlich wird auf dem Grundstück ein neues Gebäude gebaut.

Trotzdem sind beide froh, endlich wieder Teil der Vredener Kirmes sein zu können. Nicht nur aus finanziellen Gründen. „Es ist einfach wichtig, dass wir als Vredener Gastronomen, die auch sonst in der Innenstadt viele Sachen machen, dabei sind“, findet Michael Meyerink. Rolf Elsing ergänzt: „Es kann ja nicht sein, dass ganz Vreden eine große Party feiert und wir sind nicht dabei.“

Überraschender Anruf sorgt für doppelte Kirmes-Party

Vor zwei Wochen bekommen die beiden Gastronomen dann einen überraschenden Anruf. Markus Krandick und Ulf Dingslaken vom Haus Terrahe wollen auf dem Platz gegenüber der Sparkasse in diesem Jahr keine Party schmeißen. „Nach vier Jahren haben wir uns dazu entschlossen, dass wir das Zelt Terrahe dieses Jahr in gute Hände abgeben wollen, damit wir uns mehr auf unser Kerngeschäft – unser Catering und unser Restaurant – konzentrieren können“, begründen sie diesen Schritt auf Facebook.

Damit haben Rolf Elsing und Michael Meyerink überhaupt nicht mehr gerechnet. „Wir hatten den Platz schon abgeschrieben“, gibt der DJ zu. Es folgen Gespräche und Verhandlungen. Am Ende einigen sich beide Seiten darauf, dass Rolf Elsing und Michael Meyerink in den nächsten fünf Jahren das Zelt auf dem Parkplatz wieder betreiben dürfen. Dabei arbeiten sie auch mit dem Haus Terrahe zusammen.

Damit sind die beiden Gastronomen in diesem Jahr doppelt auf der Vredener Kirmes vertreten. Die Chance, ein Zelt direkt am Marktplatz zu betreiben, kommt schließlich so schnell nicht wieder. Deswegen haben sie ein Konzept entwickelt, wie beides funktionieren kann.

Unterschiedliche Zielgruppen ansprechen

Im sogenannten N-Joy-Zelt an der Sparkasse wird an allen drei Tagen DJ Rolf Elsing auflegen, vor allem House und Hip-Hop. Am Montag beim Frühschoppen gibt es Live-Musik, wie schon früher von den Pianocos. „Mit dem Zelt am Brauhaus wollen wir bewusst eine andere Zielgruppe ansprechen, um uns selber keine Konkurrenz zu machen“, sagt Michael Meyerink.

Dort wird DJ Dirk Röring am Samstag eine Ü40-Party schmeißen. Am Sonntag legt DJane Judith Esposito-Schwanekamp, Rolf Elsings Schwester, 80er-Jahre-Musik auf. Die holländische Partyband Heer en Meester wird am Sonntag im Zelt auftreten.

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