Antoniusheim sagt Verkauf von Sommerblumen komplett ab

Coronavirus

Auch das Antoniusheim in Vreden ist vom Coronavirus betroffen. Die Bewohner arbeiten zwar weiter in der Gärtnerei, der Verkauf der Sommerblumen aber wurde jetzt komplett abgesagt.

Vreden

, 02.04.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Sommerblumen wird das Antoniusheim in diesem Jahr nicht verkaufen.

Sommerblumen wird das Antoniusheim in diesem Jahr nicht verkaufen. © picture alliance/dpa

Das Antoniusheim wird in diesem Jahr keine Sommerblumen verkaufen. Darauf weist Bernd Schlamann, Leiter der Gärtnerei, hin. „Wir wollen keine Leute hier auf dem Hof“, sagt er mit Blick auf die Ausbreitung des Coronavirus.

In der engen Gärtnerei sei es schlichtweg nicht möglich, den erforderlichen Mindestabstand einzuhalten. Im Kassenbereich sei zwar genug Platz, der Weg in die Gewächshäuser aber führe nur durch eine einzige Tür.

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Deswegen hat sich das Gärtnerei-Team dazu entschieden, den Verkauf der Sommerblumen und auch der Tomatenpflanzen in diesem Jahr abzusagen. Schilder weisen schon jetzt darauf hin. Ende April, wenn es eigentlich losgehen sollte, wird die Zufahrt zudem sogar abgesperrt.

Bewohner des Antoniusheims arbeiten weiter in der Gärtnerei

Die Bewohner des Antoniusheims arbeiten aber dennoch fleißig weiter in der Gärtnerei. Für die meist alkoholabhängigen Bewohner ist die Arbeit oft das einzige, was dem Tag eine Struktur gibt.

Einige Arbeitskräfte fallen aber trotzdem weg. „Wir hatten einige Helfer aus dem Altenheim, die dürfen jetzt nicht mehr kommen, weil sie zur Risikogruppe gehören“, erklärt Bernd Schlamann.

Was aber passiert nun mit den Blumen, wenn sie nicht mehr an die Vredener verkauft werden? Schließlich macht der Verkauf vor Ort fast 70 Prozent aus. Darauf weiß der Gärtnerei-Leiter auch noch keine Antwort. „Ich spreche gerade mit den anderen Abnehmern, ob sie vielleicht mehr haben wollen. Aber im Moment sind alle sehr zurückhaltend.“

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