Das Berkelkraftwerk – ein Stück Geschichte mitten Vreden

rn„Zu Hause"-Serie

In unserer Serie "Zu Hause in" geht es heute mitten in die Vredener Innenstadt, an den Butenwall zum Berkelkraftwerk, an dem auch „die Badenden“ beheimatet sind.

Vreden

, 19.07.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Von der Rundsporthalle kommend, führt eine Brücke über den Ausbach direkt auf die Museumsinsel, von dort kann man schon das Wasser rauschen hören, welches am Berkelkraftwerk seinen den Wehr hinunter nimmt. Mitten im Vredener Stadtgebiet eine Oase der Ruhe. Läuft man dort den roten Weg entlang, geht man direkt auf das alte Berkelkraftwerk zu, das früher Vredens erste Mühle gewesen ist.

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„Zu Hause in“: Berkelkraftwerk

Das Berkelkraftwerk am Butentwall in Vreden ist ein Stück Geschichte mitten in der Stadt. Und die Dampfmaschine in der Glasvitrine gleich nebenan ebenso. Ein Spaziergang dort, direkt an Kult und Stadtpark, lohnt sich.
19.07.2020
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Rund ums Berkelkraftwerk in Vreden© Raphael Kampshoff
Rund ums Berkelkraftwerk in Vreden© Raphael Kampshoff
Rund ums Berkelkraftwerk in Vreden© Raphael Kampshoff
Rund ums Berkelkraftwerk in Vreden© Raphael Kampshoff
Rund ums Berkelkraftwerk in Vreden© Raphael Kampshoff
Rund ums Berkelkraftwerk in Vreden© Raphael Kampshoff
Rund ums Berkelkraftwerk in Vreden© Raphael Kampshoff
Rund ums Berkelkraftwerk in Vreden© Raphael Kampshoff
Rund ums Berkelkraftwerk in Vreden© Raphael Kampshoff
Rund ums Berkelkraftwerk in Vreden© Raphael Kampshoff
Rund ums Berkelkraftwerk in Vreden© Raphael Kampshoff
Rund ums Berkelkraftwerk in Vreden© Raphael Kampshoff
Rund ums Berkelkraftwerk in Vreden© Raphael Kampshoff
Rund ums Berkelkraftwerk in Vreden© Raphael Kampshoff
Rund ums Berkelkraftwerk in Vreden© Raphael Kampshoff
Rund ums Berkelkraftwerk in Vreden© Raphael Kampshoff
Rund ums Berkelkraftwerk in Vreden© Raphael Kampshoff

Man geht davon aus, dass im Jahr 1024 Vredens erste Wassermühle an dieser Stelle errichtet wurde, da das Gefälle von 5,70 Metern an dieser Stelle dazu geradezu einlud. Im Laufe der Jahre änderte sich der Gebrauch der Mühle häufig. Von Wassermühle über Öl- und Walkmühle, bis 1954 die VEW dort ein Elektrizitätswerk errichteten, das heute noch funktionsfähig ist. Geschichtesinteressierte finden ausführliche Informationen im Buch „Vreden an der Jahrtausendwende“ von Hermann Terhalle.

“Die Badende" bekommt Gesellschaft

Läuft man näher auf das Kraftwerk zu, sieht man auch „Die Badende" mit ihrem leuchtend roten Badeanzug und der blauen Badekappe. Seit 2016 hat die Figur dort ihren festen Platz, nachdem die vorherigen Standorte keinen Schutz vor Vandalismus boten. „Die Badende“ steht in allen Gemeinden, die an der Berkel liegen, auf deutscher und auf niederländischer Seite.

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Rund ums Berkelkraftwerk Vreden

Zwei Jahre musste die Figur am Berkelkraftwerk alleine ausharren. Aber seit 2018 hat sie einen Partner an ihrer Seite. Auf einem noch freien Sockel neben ihr leistet ihr „Der Badende" – in blauer Badehose und gelber Badekappe – den Stadtfarben Vredens, Gesellschaft.

Zur Vorderseite des Berkelkraftwerks: Bei sonnigen Wetter hat man auf der Brücke zum St.-Georg-Senioren- und Pflegezentrum einen tollen Ausblick auf das Kraftwerk, das sich zudem in der Berkel spiegelt.

Die Dampfmaschine am Berkelkraftwerk – wer den Knopf drückt, kann etwas erleben.

Die Dampfmaschine am Berkelkraftwerk – wer den Knopf drückt, kann etwas erleben. © Raphael Kampshoff

Direkt neben der Brücke lädt eine Bank dazu ein, ein kleines Päuschen zu machen, sich das Kraftwerk anzuschauen und dem Rauschen des Wassers zu lauschen. Von dort hat man auch einen tollen Blick auf eine Dampfmaschine, die dort in einer Glasvitrine ausgestellt ist.

Dampfmaschine ist 90 Jahre alt

Seit 2009 steht die Dampfmaschine, die früher für die Erzeugung von Strom in einer Molkerei genutzt wurde, an dieser Stelle. 1933 kam die Maschine nach Vreden und wurde bis 1959 genutzt. Über mehrere Lagerstätten kam die Maschine dann an diesen Platz und bringt immer wieder Kinderaugen zum leuchten, wenn sie die Maschine, die inzwischen über einen Elektro-Motor verfügt, mit einem Knopfdruck zum Laufen bringen. Zwei Minuten haben sie dann Zeit, sich die Funktionen der Maschine genauesten anzuschauen und zu bestaunen. Viele Kinder bekommen aber davon nicht genug und drücken auch zwei- oder gar drei Mal den Startknopf.

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Läuft man jetzt ein paar Meter weiter, zur Brücke am Kult, kommt man an die Eingangstür, wo eine Tafel auf den Kunst- und Kulturkreis Berkelkraftwerk hinweist. Dieser richtet dort verschiedenste Ausstellungen zu unterschiedlichen Themen aus. Wegen eines Umbaus finden aber aktuell keine Ausstellungen im Berkelkraftwerk selbst statt.

Dort am Eingang ist auch noch ein altes Wappen der Äbtissin Maria Franziska I. von Manderscheidt-Blankenheim zu finden und eine Inschrift, die an den Wiederaufbau der Mühle im Jahr 1704 erinnert.

Dreht man sich jetzt nun einmal um 180 Grad, kommt man über eine Brücke am Kult vorbei und geht direkt auf die St.-Georg-Kirche zu. Ein schöner Anblick auf das Berkelkraftwerk bietet sich auch, wenn man von dieser Seite aus seine Entdeckungsreise beginnt.

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