Die 6c möchte „Beste Klasse Deutschlands“ werden

Fernseh-Quiz

Die 6c des Vredener Gymnasiums ist bald im Fernsehen zu sehen. Bei der Kika-Sendung „Beste Klasse Deutschlands“ möchten die Schüler zeigen, was sie wissen. Bei der Bewerbung per Video waren sie besonders kreativ.

Vreden

01.02.2018, 18:18 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die Klasse 6c des Vredener Gymnasiums nimmt an der Kika-Sendung „Beste Klasse Deutschlands“ teil.

Die Klasse 6c des Vredener Gymnasiums nimmt an der Kika-Sendung „Beste Klasse Deutschlands“ teil. © Victoria Thünte

Das Halbjahr ist vorbei, heute gibt es Zeugnisse. Für die 6c des Gymnasiums Georgianum wird die Vergabe in diesem Jahr aber ganz anders laufen als sonst – die Zeugnisse gibt es im Bus. Die Schüler machen sich nämlich am Morgen auf den Weg nach Köln-Hürth ins Fernsehstudio. Dort wird die Kika-Sendung „Die beste Klasse Deutschlands“ aufgezeichnet. Die 6c hat sich unter 1100 Bewerbern durchgesetzt und darf nun gegen 31 andere Klassen aus ganz Deutschland antreten.

Sie rappen, sie tanzen, sie sind selbstironisch, lustig und selbstbewusst. So gibt sich die 6c in ihrem Bewerbungsvideo für die Sendung. „Wir sind hochexplosiv, bei uns explodiert die Stimmung. Montags in Physik sind wir voller Besinnung. Schon bei unserm schönen Anblick wird allen ganz schnell klar: Wir sind die besten Physiker!“, rappt zum Beispiel Christina (11). Sie hat vorher noch nie gerappt, aber Angst davor hatte sie nicht. Dass sie die Physik-Strophe übernommen hat, hat aber nichts zu bedeuten. „Das ist nicht gerade mein Lieblingsfach“, sagt sie.

Paul überzeugte Mitschüler und Klassenlehrer

Die Idee für die Bewerbung hatte Paul (11). „Ich habe die Sendung immer mit meiner Schwester geguckt. Die hat sich auch mal mit ihrer Klasse beworben, aber es nicht geschafft. Da dachte ich: Das können wir besser.“ Zuerst überzeugte er seine Klassenkameraden von seiner Idee, dann Klassenlehrer Matthias Schäpers. „Ich wusste, dass das viel Arbeit ist. Aber 95 Prozent der Ideen kamen von den Schülern. Ich habe nur gefilmt und das Video geschnitten“, sagt der Musik- und Erdkundelehrer.

Die Schüler schrieben den Text für den Rap, überlegten wie sie die Strophen bildlich darstellen können und probierten aus, welche Musik passen könnte. Diese Vorgehensweise möchte Matthias Schäpers auch für den Unterricht nutzen. „Wir werden über das Thema Werbung sprechen. Wir haben ja jetzt quasi Eigenwerbung gemacht und das hat geklappt. Im Unterricht analysieren wir dann, was man tun muss, um zu überzeugen, und wie Werbung wirkt“, sagt er.

Intensive Vorbereitung auf die erste Runde

Jetzt geht es aber erst einmal darum, in die nächste Runde zu kommen. Bei der ersten Aufzeichnung treten die Vredener gegen eine andere Klasse an. Zwei Schüler stehen vorne und müssen eine Frage beantworten. Hinter ihnen sitzt der Rest der Klasse. Jeder tippt ebenfalls eine Antwort ein. Die zählen aber nur, wenn ihr Mitschüler vorne die richtige Lösung nennt. „Es wäre schon peinlich, wenn wir gar nichts wissen“, sagt Jonte (11). Genau deswegen haben sich die Schüler in den letzten Wochen intensiv vorbereitet.

Katharina (12) hat im Internet die Fragen aus dem letzten Jahr durchgespielt. „Einige waren schon schwer. Aber andere, zum Beispiel die über Jugendbücher, konnte ich beantworten.“ Jasper (11) hat sich besonders mit dem Thema Schottland beschäftigt. „Wenn wir gewinnen, bekommen wir ja eine Klassenfahrt nach Schottland. Deswegen kann es ja sein, dass dazu auch Fragen kommen.“ Hanne (12) hat am meisten Angst vor den Mathe-Fragen. „Geschichte und Erdkunde finde ich aber spannend.“

Die Halbjahreszeugnisse werden für die 6c in diesem Jahr wohl nur zweitrangig sein. Viel wichtiger ist ihnen, vor den Fernsehkameras zu zeigen, was sie wissen.

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