Die Freiwillige Feuerwehr Vreden bekommt Unterstützung aus der Luft

Redakteurin
Ein erster Testflug mit der neuen Drohne, die nun der Feuerwehr Vreden zur Verfügung steht, wurde absolviert.
Ein erster Testflug mit der neuen Drohne, die nun der Feuerwehr Vreden zur Verfügung steht, wurde absolviert. © Freiwillige Feuerwehr Vreden
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Der Großbrand bei Wefapress in Vreden am 3. Juli 2021 gilt als einer der größten in der jüngeren Vergangenheit der Stadt. Über 200 Feuerwehrleute waren im Einsatz, um den Brand zu löschen, der in einer rund 170 mal 60 Meter großen Lager- und Produktionshalle ausgebrochen war. Der Schaden lag im zweistelligen Millionenbereich.

Doch an Aufgeben war für die Firmeninhaber Lutz und Gerrit Beck damals nicht zu denken. Und knapp ein Jahr nach der Katastrophe wollen sie sich bei der Feuerwehr bedanken. Denn immerhin konnte auch ein Teil des Betriebes gerettet werden.

Drohne leistete bei Großbrand in Vreden Hilfe

Bei ihrem Einsatz bei Wefapress wurden die Einsatzkräfte der Feuerwehr Vreden von einer Drohne und dem dazu geschulten Personal der Feuerwehr Bocholt unterstützt. Bei dem Großbrand habe sich gezeigt, dass die Drohne eine große Hilfe bei effektiven Löscharbeiten sei, so die Feuerwehr Vreden.

Thomas Rotering (v.l.), Helmut Tenspolde, Christian Nienhaus, Lutz Beck, Gerrit Beck, Thomas Berski, Tobias Gevers, Manfred Rotering bei der Übergabe der Drohne.
Thomas Rotering (v.l.), Helmut Tenspolde, Christian Nienhaus, Lutz Beck, Gerrit Beck, Thomas Berski, Tobias Gevers, Manfred Rotering bei der Übergabe der Drohne. © Freiwillige Feuerwehr Vreden

Und so freute man sich jetzt über die Drohne, die Lutz und Gerrit Beck als Dank für die geleistete Arbeit spendeten. Sie soll auch überörtlich eingesetzt werden und ist damit auch ein Dankeschön an die Feuerwehren, die ihren Kameradinnen und Kameraden aus Vreden zur Hilfe geeilt waren.

Drohne kommt dorthin, wo es für Menschen gefährlich wird

Mit der Drohne kann zum Beispiel nach gefährdeten Personen gesucht, es können Glutnester mit der Wärmebildkamera erkannt, die Wirksamkeit der eingeleiteten Löschmaßnahmen überwacht, gefährliche oder schädliche Materialien gefunden und sichere Zugangswege identifiziert werden.

Kurzum: Die Drohne kann dorthin, wo es für den Menschen möglicherweise gefährlich werden kann und so dazu beitragen, dass Feuerwehrleute nicht nur effektiver, sondern auch ein Stück weit sicherer arbeiten können.

Die Steuerung erfolgt dabei über einen Controller mit integriertem Touchscreen. Die Darstellung des Flugbildes könne auch sofort auf den Tablets der Einsatz- und Abschnittsleiter übertragen werden, um den Führungskräften direkt das Lagebild näherzubringen, so die Feuerwehr.

Bei der Feuerwehr Vreden gibt es nun ein Drohnenteam, das aus Mitgliedern beider Löschzüge besteht. Alle Drohnenpiloten sollen einen Drohnenführerschein in Verbindung mit einer umfangreichen internen theoretischen und praktischen Ausbildung absolvieren. Dabei wird die Feuerwehr von der Stadt Vreden unterstützt, die den Versicherungsschutz der Drohne übernimmt und die Kosten des Drohnenführerscheins trage, so die Feuerwehr.

Die technischen Daten:

Die Drohne vom Typ „DJI Mavic 2 Enterprise Advanced“ ist laut Feuerwehr mit ihrem geringen Startgewicht äußerst wendig und flexibel einsetzbar. Sie erreiche eine Maximalgeschwindigkeit von 72 km/h und eine maximale Flugzeit von 31 min. Das Herzstück des Quadrocopters bilden eine 48-MP-Kamera mit 32-fach Digitalzoom und eine Wärmebildkamera (640×512 px) mit 16-fach Zoom, welche in ein 3-Achsen-Gimbal eingegliedert sind.