Dr. Arnulf Lehmköster arbeitet in Uganda

Interplast

Die kirchliche Frauengruppeaus Bulogo in Uganda hatte den Kontakt zu Dr. Arnulf Lehmköster gesucht: Ob sich der plastische Chirurg vorstellen könnte, in ihrem Dorf zur Verbesserung der medizinischen Versorgung beizutragen? Der Vredener sagte nicht Nein und startete jetzt zu einer informativen Reise nach Uganda. Der erste Einsatz ist für 2016 geplant.

VREDEN

von ewa/pd

, 20.07.2015 / Lesedauer: 2 min

Erste Ansprechpartnerin vor Ort war Esther Walubo, die in Bulogo, einem Dorf in der Provinz Kamuli, die kirchliche Frauengruppe leitet. Hilfen im Krankheitsfall, bei der Erziehung der Kinder, Beschaffung von Kleinkrediten, aber auch Zusammenkünfte der Frauen ohne spezifischen Anlass sind einige der Schwerpunkte ihrer Arbeit. Über das Internet war sie auf Interplast Germany aufmerksam geworden und hatte sich an Lehm-köster gewendet.

"Um nicht durch ein unnötig großes Team die freie Zeit noch berufstätiger Interplast-Mitglieder zu strapazieren und auch unnötige Kosten zu vermeiden, begaben wir uns erst einmal zu zweit auf den Weg", so Vredener. Zusammen mit seinem Freund Prof. Dr. Paul Reinhold, pensionierter Chef-Anästhesist aus Herford, der sich ebenfalls in der medizinischen Hilfsorganisation Interplast engagiert, startete Arnulf Lehmköster nach Uganda und kehrte in der vergangenen Woche zurück. "Mit dabei hatten wir ,kleines Gepäck’, 46 Kilogramm jeder, sodass wir auch für kleinere Operationen gerüstet waren", so Lehmköster.

Während der Zeit "auf dem Lande" in Uganda leistete Peter, ein Sohn von Esther Walubo, als Fahrer, ständiger Begleiter und Übersetzer große Dienste.

37 Patienten untersucht

"Von Mittwoch bis Freitag untersuchten wir im kleinen regionalen Krankenhaus 135 Patienten", erzählt Lehmköster. Zwei Patienten wurden schon vor Ort operiert, weitere 37 aber sind gelistet für einen ersten Interplast-Einsatz, der für 2016 geplant ist. Das kleine Regionalkrankenhaus in Bulogo erwies sich allerdings als zu klein dafür. Hilfsbereit zeigte sich das Missions-Krankenhaus in Kamuli in der 15 Kilometer entfernten Kreisstadt. Die Klinik baut gerade ein Gästehaus, da sie schon öfter auswärtige Teams zu Gast hatte. Sie zeigte sich an einer Zusammenarbeit mit Interplast sehr interessiert.

Arnulf Lehmköster zieht ein positives Fazit: "Ein solcher nur gut eine Woche dauernder Piloteinsatz ist sicher das geeignetste Mittel, um herauszufinden, welche Möglichkeiten vor Ort tatsächlich für unsere operative Tätigkeit existieren."

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