"Echte" Siedlung am Moorbach

23.01.2009, 18:36 Uhr / Lesedauer: 1 min

<p>Entlang der Moorbachstraße hat sich eine kleine Siedlung entwickelt, die jetzt per Bebauungsplanverfahren den Status eines allgemeinen Wohngebiets erhalten soll.  Bütterhoff</p>

<p>Entlang der Moorbachstraße hat sich eine kleine Siedlung entwickelt, die jetzt per Bebauungsplanverfahren den Status eines allgemeinen Wohngebiets erhalten soll. Bütterhoff</p>

Vreden Einstimmig hat sich der Bauausschuss jetzt für die Aufstellung des Bebauungsplans "Moorbachstraße" ausgesprochen. Die Siedlung habe mittlerweile den Charakter eines allgemeinen Wohngebiets erlangt und so sollten dort auch die entsprechenden Festsetzungen zur baulichen Nutzung gelten, fasste Diplom-Ingenieurin Diana Niestegge von der Stadtverwaltung im Ausschuss den Sachverhalt zusammen. Damit sei auch ein höherer Schutzanspruch verbunden als mit der Außenbereichssatzung, ergänzte Niestegge.

Die Siedlung am Moorbach war im Mai 2008 auf die kommunalpolitische Tagesordnung gelangt: Der Zustand der Straße, vor allem der Entwässerungsanlagen, sorgte für Handlungsbedarf. Die Stadtverwaltung stellte sich seinerzeit auf den Standpunkt, dass die Siedlung an der Moorbachstraße wie alle anderen Siedlungen zu behandeln ist - und somit auf die Anlieger eine nicht unerhebliche Kostenbeteiligung an den Ausbaukosten zukomme. In zwei Anliegerversammlungen konnte allerdings keine Mehrheit dafür gefunden werden. Die Kommunalpolitiker stellten sich hinter die Stadtverwaltung, was die grundsätzliche Sicht der Dinge angeht. Allerdings wurde den Anliegern insoweit entgegen gekommen, dass der Ausbau der Straße auf das Jahr 2012 verschoben wurde. Auch in der jüngsten Sitzung des Bauausschusses fand der Vorschlag der Stadtverwaltung einhellige Zustimmung. "Wir haben das Thema ja schon oft diskutiert. Vielleicht sollte transparent gemacht werden, dass dies Verfahren auch viele Vorteile für die Anlieger hat", wünschte sich Agnes Schültingkemper (CDU).

Ganz losgelöst solle man die Planung auch vom beabsichtigten Straßenausbau sondern eher im Vergleich zu anderen Wohngebieten in Vreden sehen, betonte Fachbereichsleiter Joachim Hartmann: "Wir schaffen gleiche Voraussetzungen für gleiche Inhalte".

Nun wurde für das Gebiet - etwa 40 Meter links und rechts der Moorbachstraße - ein Bebauungsplan aufgestellt, der nun per Beschluss in die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit geht. Die Anlieger der Moorbachstraße werden in dem Bebauungsplanverfahren zu den Planungen Stellung nehmen können. ewa

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