Ein Appetithäppchen Kino zur Kirmes

"Pre-Opening"

„Zu Kirmes“ sollte das Kino in Vreden wiedereröffnen. „Das habe ich immer gesagt. Und die Leute haben zuletzt immer gefragt, in welchem Jahr denn“, erzählt Peter Paffrath und muss grinsen. „Wir stehen im Wort“, sagt sein Sohn Patrick. Kirmes sei der beste Anlass, einen Probelauf zu machen. So geht es vom 30. August bis 3. September los - erst einmal für ein Wochenende.

VREDEN

22.08.2012, 13:19 Uhr / Lesedauer: 2 min

„Wir wollten ja schon eher eröffnen“, blickt Peter Paffrath auf „Höhen und Tiefen“ in den vergangenen Jahren zurück. „Es gab da Probleme, und die mussten gelöst werden – und sind gelöst worden“, fasst er zusammen. Allein die Genehmigung der 130 Quadratmeter großen Spielhalle im Gebäudekomplex an der Wüllener Straße hatte die kommunalpolitischen Gremien im Jahr 2009 einige Monate beschäftigt, bis sie letztlich doch mehrheitlich erteilt wurde (Münsterland Zeitung berichtete mehrfach). Seinerzeit wendete sich Peter Paffrath erst wieder aktuelleren Projekten zu – dann war wieder das Kino in seiner Heimatstadt an der Reihe.

Seitdem die Jugendlichen in Vreden nach ihren Wünschen befragt werden, steht „Kino“ immer ganz oben auf der Liste. Auch auf dem jüngsten Jugendforum im Juni – und da hatte Peter Paffrath schon signalisiert, dass es etwas werden könnte „zu Kirmes“, wie es in Vreden heißt. „Es wird ein Kino, so wie es sich heute gehört“, verraten Vater und Sohn. Das heißt: neuester Stand der Technik mit 3D, 13 Meter breite Bildwand im großen, sieben Meter breite im kleinen Saal. Einmal rund 200, einmal rund 100 Sitzplätze – eher Sessel – und überall mit „Theaterbestellsystem“.

„Der große Saal ist eher wie vor 70 Jahren, nur viel höher“, vergleicht Peter Paffrath. 1929 haben seine Eltern die Schauburg an der Wüllener Straße aufgemacht. Ende 1996 stellten Patrick und sein Bruder Dominik Paffrath den Betrieb in Vreden ein, weil 1997 das „Cinetech“ in Ahaus eröffnet wurde. Der Seniorenbeirat war jüngst schon zu Besuch – „da sind viele Erinnerungen hochgekommen“, erzählt der Kinobetreiber. Für die Senioren will das Familienunternehmen nämlich ein eigenes Programm bieten mit ausgewählten Filmen. Am Wochenende von Donnerstag, 30. August, bis Montag, 3. September, gibt es einige Filme zu sehen im „Cinetech Vreden“ – für alle Interessen soll etwas dabei sein. Wenn das Kino dann „richtig“ eröffnet wird, sollen auch in Vreden immer topaktuelle Blockbuster laufen: „Wir bekommen diese Filme. Wir sind in Deutschland auf Platz 16, was die Bildwandgrößen angeht“, erzählt Patrick Paffrath. Vreden ist der sechste Kinostandort, insgesamt 41 Bildwände zählt der Familienbetrieb, der jetzt das nächste sportliche Ziel hat: Eröffnung zum Start des neuen James-Bond-Films im November.

Das Programm zum „Pre-Opening“ ist vielfältig. Das Interesse am Kino ist groß: Auf Facebook gibt es schon hunderte „Gefällt mir“-Bekundungen. Vor Ort können sich an dem Wochenende alle Interessierten einen Eindruck machen. Ein alter Feuerwehrspritzenwagen vor der Tür ist das besondere gastronomische Element – wegen der Nachbarschaft zum Feuerwehrgerätehaus.

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